Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­ski und WFG-Ge­schäfts­füh­re­rin Chris­ti­na Biehl zu Be­such bei der Her­bert Ste­phan KG  

Donnerstag29. Januar 2026Nahe-Zeitung / Lokales

Immer im Blick: Tech­no­lo­gie und Be­leg­schaft

Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­ski und WFG-Ge­schäfts­füh­re­rin Chris­ti­na Biehl zu Be­such bei der Her­bert Ste­phan KG   2025 01 29 Landrat zu Besuch Fa Stephan Foto
37d72a4fff228cc5.jpg
Kathrin und Bernd Stephan (von links) begrüßten Landrat Miroslaw Kowalski und Christina Biehl (Wirtschaftsförderungs-GmbH) in ihrem Betrieb in Frauenberg. Foto: Sarah Hippeli (Herbert Stephan KG)

Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­ski und WFG-Ge­schäfts­füh­re­rin Chris­ti­na Biehl zu Be­such bei der Her­bert Ste­phan KG

Frau­en­berg. Bei einem Be­such in Frau­en­berg in­for­mier­ten sich Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­ski und die Ge­schäfts­füh­re­rin der Wirt­schafts­för­de­rungs- und Pro­jekt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft mbH, Chris­ti­na Biehl, über die Ent­wick­lung und Per­spek­ti­ven der Her­bert Ste­phan KG, einer der tra­di­ti­ons­reichs­ten Edel­stein­ma­nu­fak­tu­ren der Re­gi­on. Der Be­such bot einen um­fas­sen­den Ein­blick in ein Un­ter­neh­men, das seit fast 100 Jah­ren fest mit dem Namen Idar-Ober­stein und der Edel­stein­ver­ar­bei­tung ver­bun­den ist.
Ge­grün­det wurde das Un­ter­neh­men 1932 von Her­bert Ste­phan und sei­ner Frau Ger­trud in der Haupt­stra­ße in Ober­stein. Dank eines aus­ge­präg­ten in­ter­na­tio­na­len Netz­werks, ins­be­son­de­re in die USA, ent­wi­ckel­te sich der Be­trieb rasch zu einer er­folg­rei­chen Edel­stein­hand­lung. 1957 er­öff­ne­te Sohn Klaus Ste­phan im Alter von nur 18 Jah­ren die erste Fa­brik am heu­ti­gen Stand­ort in Frau­en­berg. Schon früh setz­te er auf die Ver­bin­dung re­gio­na­ler Hand­werks­kunst mit selbst­ent­wi­ckel­ter Tech­no­lo­gie zur in­dus­tri­el­len Fer­ti­gung von Edel­stei­nen. Zwi­schen 1980 und 2010 trug fast jeder Ab­sol­vent einer ame­ri­ka­ni­schen Hoch­schu­le und Ge­win­ner von US-Cham­pi­on­ships Ringe mit Edel­stei­nen aus dem Hause Ste­phan.
Seit 2013 wird das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men in drit­ter Ge­ne­ra­ti­on von Bernd und Kath­rin Ste­phan ge­führt. Beide lern­ten sich wäh­rend ihres Stu­di­ums an der pri­va­ten Uni­ver­si­tät für Wirt­schaft und Recht (EBS) in Oestrich-Win­kel ken­nen. Unter ihrer Füh­rung er­folg­te eine stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung: Der Fokus ver­la­ger­te sich vom rück­läu­fi­gen US-Schul­ring­markt hin zur eu­ro­päi­schen Lu­xus­gü­ter­in­dus­trie. Par­al­lel dazu wur­den Aus­bil­dung, mo­der­ne Un­ter­neh­mens­struk­tu­ren sowie eine nach­hal­ti­ge und trans­pa­ren­te Lie­fer­ket­te ge­zielt wei­ter­ent­wi­ckelt.
Heute be­schäf­tigt die Her­bert Ste­phan KG mehr als 250 Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen aus un­ter­schied­li­chen Kul­tu­ren. Viele von ihnen sind be­reits in zwei­ter oder drit­ter Ge­ne­ra­ti­on im Un­ter­neh­men tätig. Dabei prä­gen in­ter­na­tio­na­le Fach­kräf­te das Ar­beits­um­feld. Sprach­för­de­rung, Chan­cen­gleich­heit und ein re­spekt­vol­les Mit­ein­an­der sind fes­ter Be­stand­teil der Un­ter­neh­mens­kul­tur – von der Aus­bil­dung bis in die Füh­rungs­ebe­ne.
Im Mit­tel­punkt des Fir­men­be­suchs stand stets die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung. In den ver­gan­ge­nen 60 Jah­ren wurde die Edel­stein­be­ar­bei­tung kon­se­quent von hand­be­trie­be­nen Ma­schi­nen auf hoch­mo­der­ne, com­pu­ter­ge­steu­er­te Fer­ti­gung um­ge­stellt. Unter an­de­rem kom­men CNC- und Ul­tra­schall­ma­schi­nen, Laser- und Prä­zi­si­ons­gra­vu­ren sowie ei­gens ent­wi­ckel­te An­la­gen zum Ein­satz. Als Markt­füh­rer in der ma­schi­nel­len Gra­vur von Edel­stei­nen fer­tigt das Un­ter­neh­men jähr­lich Hun­dert­tau­sen­de Gra­vu­ren. Durch Rapid Pro­to­typ­ing kön­nen De­sign­ent­wür­fe di­rekt in Stein um­ge­setzt wer­den.
Das Sor­ti­ment um­fasst rund 200 ver­schie­de­ne Ma­te­ria­li­en, dar­un­ter na­tür­li­che Edel- und Halb­edel­stei­ne wie Achat, Ame­thyst, Lapis, Mala­chit oder Tür­kis. Er­gänzt wird das An­ge­bot durch syn­the­ti­sche Stei­ne, die in ihren che­mi­schen und phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten na­tür­li­chen Vor­bil­dern ent­spre­chen.
Dar­über hin­aus fer­tigt das Un­ter­neh­men hoch­wer­ti­ge Dou­blet­ten und Tri­plet­ten, bei denen ver­schie­de­ne Na­tur­stei­ne zu ein­zig­ar­ti­gen Schmuck­stü­cken kom­bi­niert wer­den.
Neben der wirt­schaft­li­chen Be­deu­tung spielt auch das re­gio­na­le En­ga­ge­ment eine zen­tra­le Rolle. Die Her­bert Ste­phan KG ar­bei­tet eng mit Be­rufs- und all­ge­mein­bil­den­den Schu­len zu­sam­men, un­ter­stützt Ver­ei­ne und In­itia­ti­ven und för­dert das eh­ren­amt­li­che En­ga­ge­ment der Mit­ar­bei­ter durch be­son­de­re Frei­stel­lun­gen. Für die Ge­schäfts­füh­rung ist ge­sell­schaft­li­ches En­ga­ge­ment ein selbst­ver­ständ­li­cher Teil un­ter­neh­me­ri­scher Ver­ant­wor­tung.
Zum Ab­schluss des Be­suchs wurde der Blick in die Zu­kunft ge­rich­tet. Mit den Neu­grün­dun­gen Ste­phan Gems und dem Gem-Ate­lier in Idar-Ober­stein ste­hen be­reits neue Pro­jek­te in den Start­lö­chern. Wo könn­ten diese Un­ter­neh­mun­gen – für die noch Fach­kräf­te ge­sucht wer­den – bes­ser ge­lin­gen als am Hot­spot der Edel­stei­ne, der Tra­di­ti­on, In­no­va­ti­on und in­ter­na­tio­na­le Strahl­kraft ver­eint. „Mich hat be­son­ders be­ein­druckt, mit wel­cher Lei­den­schaft und Weit­sicht die Her­bert Ste­phan KG diese The­men ver­bin­det. Das Un­ter­neh­men steht für höchs­te hand­werk­li­che Qua­li­tät, in­ter­na­tio­na­le Of­fen­heit und eine star­ke Ver­ant­wor­tung für Mit­ar­bei­ten­de und Re­gi­on und ist damit ein ech­tes Aus­hän­ge­schild für un­se­ren Wirt­schafts­stand­ort“, re­sü­miert Chris­ti­na Biehl.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert