Autor: Rita Eckert


  • Frauenberg feiert zehnte Lauretta-Kirb

    Ausrufen der Straußrede als Höhepunkt: Jugendliche blicken auf Geschehnisse im Dorf zurück

    Von Gerhard Müller

    ■ Frauenberg. Die Frauenberger feiern in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 5. und 6. September, ihre 10. Lauretta-Kirb am Gemeindehaus in Frauebersch. Traditionell wird mit dem Fassanstich um 16 Uhr die Kirmes offiziell eröffnet und eine Stunde lang Bier zum Sonderpreis ausgeteilt. Neu in das Programm wurde ein Bier-Pong-Turnier, das ab 18 Uhr beginnt, aufgenommen. Für eine Startgebühr von 20 Euro (inklusive Becher, Bälle und Bier) können sich Zweierteams bei Pascal Schwarz unter Tel. 0151/72408283 anmelden. Jubiläums-Kirbe-Armbändchen werden wieder für 5 Euro zugunsten eines guten Zwecks angeboten. Ab 20 Uhr startet eine spezielle Malle-Party mit einigen Specials und Happy Hour von 22 bis 23 Uhr.

    Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit dem Frühschoppen, zu dem bis 11.30 Uhr erneut Bier vom Fass zu einer Happy Hour angeboten wird. Ab 11.30 Uhr sind die Nahetalmusikanten mit ihrer volkstümlichen Blasmusik im Einsatz. Zum Mittagessen werden traditionell hausgemachte gefüllte Klöße mit Apfelmus und Soße serviert. Die Veranstalter bitten um entsprechende Vorbestellung bis spätesten zum 31. August (ab 17 Uhr) unter der Telefonnummer: 06787/1400. Abholer können erst ab 12.30 Uhr versorgt werden. Ab 13 Uhr wird ein Zauberer zu einer Show einige Ballonmodellage vorführen.

    Mit dem Ausrufen der Straußrede steht ab 14 Uhr der Höhepunkt der Kirmes an. Unter dem Motto „Unsere Straußjugend ist zurück“ werden die etablierten Ausrufer gemeinsam mit vielen Jugendlichen Nachrückern mit viel Engagement dafür sorgen, dass diese schöne Tradition weiterlebt. In bunt gemischten Versen werden die Jugendlichen auf die Geschehnisse im Dorf zurückblicken. Ab 15 Uhr wird zur Kaffeezeit, wenn unter Regie der Turnerfrauen eine große Auswahl von selbst gebackenem Kuchen angeboten. Für die kleinen Besucher wird neben der Hüpfburg der Westricher Nahetalgemeinden auch eine Kinderbelustigung geboten. Die Gewinner einer Tombola werden gegen 16 Uhr bekannt gegeben. Danach wird die Jubiläumskirb ausklingen.

     

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  • Die Ortsgemeinde Frauenberg sagt der Firma Stephan „Danke“

    Die beiden Spielplätze in Frauenberg stellten sich in der Vergangenheit für den Bürgermeister, Karl-Heinz Thom, immer wieder zu einem finanziellen Problem dar. Jährlich wurden die Spielplätze durch Fachleute inspiziert und, nachdem sich auch wieder Vorschriften geändert hatten, neue Mängel festgestellt. Reparaturen konnten nicht zügig erledigt werden, weil Betriebe nicht verfügbar waren, die die Forderungen in kurzer Zeit umsetzen konnten. Auch der finanzielle Spielraum war nicht gegeben, weil im Haushalt der benötigte Betrag nicht vorzuhalten war.

    2026 war das Ergebnis der Inspektion so, dass verschiedene Geräte als eine Gefahr für Leib und Leben der Kinder beschrieben wurden. Neben einer deutlichen Beschilderung und Veröffentlichung sollten zusätzlich Bauzäune errichtet werden, um den Zugang zu den Spielplätzen gänzlich abzuriegeln. Unter diesem Eindruck entschloss sich Thom, beide Spielplätze sofort vorübergehend zu sperren, unverzüglich eine Firma für die notwendigsten Reparaturen zu beauftragen, um Kindern und Eltern den Zugang baldmöglichst wieder zu öffnen.

    Da die Mittel nicht eingeplant waren, wandte sich Thom als Bittsteller in der Not an die ortsansässige Firma Stephan zwecks einer finanziellen Spende. Frau Stephan war sofort bereit, 5000 € für die Sofortmaßnahmen auf den Spielplätzen zu überweisen. Der Gemeinderat signalisierte, dem Empfang der Spende bei der nächsten Sitzung zuzustimmen, sodass die nötigsten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.

    Nach wenigen Tagen waren erfreulicherweise die größten Mängel behoben, die Spielplätze wieder für Eltern und Kinder offen. Ein besonderer Dank gilt deshalb der Firma Stephan für die spontane Unterstützung der Ortsgemeinde. (Text und Fotos Karl-Heinz Thom)

     

    Die Ortsgemeinde Frauenberg sagt der Firma Stephan „Danke“ 2026 08 03 Spielplatz Foto 1 scaledDie Ortsgemeinde Frauenberg sagt der Firma Stephan „Danke“ 2026 08 03 Spielplatz Foto 3Die Ortsgemeinde Frauenberg sagt der Firma Stephan „Danke“ 2026 08 03 Spielplatz Foto 2 scaled

     

     

     


  • Das Sportlerheim ist Anlaufpunkt im Nahetal

    FC Lauretta Frauenberg sucht nach plötzlicher, schwerer Erkrankung der Wirtin eine neue Lösung

    Von Sascha Saueressig

    Frauenberg. Ein Fahrradfahrer macht sich gerade wieder auf, während wenige Minuten später ein Jogger die Bahnhofstraße herunterkommt und für einen Zwischenstopp die Gaststätte ansteuert, um beim Verschnaufen aufzutanken. Auf dem benachbarten Parkplatz steht ein Dutzend Autos.

    Ruhig und idyllisch liegt die Sportanlage des FC Lauretta Frauenberg im Nahetal zwischen Sonnenberg und Frauenberg. Dort betreibt der FC sein Sportlerheim als einzige Anlaufstätte, als Feierabendkneipe oder Festraum für Familien- und andere Feiern. „Früher hatten wir zusätzlich zu unserem Vereinsheim zwei Gasthäuser bei uns im Ort und eines in Sonnenberg“, berichtet Andreas Schwarz, der Vorsitzende des FC Lauretta. Doch inzwischen weisen nur noch die alten Schilder auf inzwischen geschlossene Etablissements hin.

    „Bis 2006 haben wir das Vereinsheim in Eigenregie betrieben, aber danach verpachtet“, schildert Schwarz. 2015 habe die Vereinsführung nach dem Verkauf der wenige Hundert Meter entfernten Gaststätte „Zur Burg“ entschieden, die dortige Pächterin anzustellen. Und diese betrieb die Wirtschaft im Nahetal bis vor wenigen Wochen. Dann gab es einen plötzlichen und harten Einschnitt: Die bisherige Wirtin kollabierte in der Vereinsgaststätte und ist seither in medizinischer Versorgung stationär im Westerwald. „Das sieht nicht gut aus. Und wir waren alle entsetzt und tiefst betroffen“, schildert Schwarz. Und während man im 140 Mitglieder zählenden Verein mit der Familie mitfühlt und diese auch unterstützt, stellt sich die Frage, wie es im Sportlerheim weitergehen kann und soll?

    Denn die Gaststätte ist nicht nur für die Mitglieder, sondern auch für die Bürger aus Frauenberg und Sonnenberg ein zentraler Anlaufpunkt. Doch es gibt keinen Spielbetrieb der Fußballer mehr. Steppaerobic und Gymnastikdamen sind im Bürgerhaus in ihren Übungsstunden und nur die E-Dart-Spieler des Clubs Galaxy kommen zum Training und für ihre Spiele ins Vereinsheim. Dennoch verständigte man sich im Vorstand zügig, ab Juli an drei Tagen unter der Woche abends von 17 Uhr an zu öffnen. Dazu wurde auch noch ein Sonntag geöffnet und die Dartspieler des Clubs Galaxy sollen an ihren Spieltagen samstags ebenfalls öffnen. Und dies wird angenommen. Am Tisch neben dem Eingang sitzen ein knappes Dutzend Gäste.

    Parallel läuft die Suche nach einem neuen Pächter. „Wir sind uns klar, dass wir so eine Wirtin nicht mehr finden werden“, sagt Schwarz.

    Aber das Vereinsheim ist als Veranstaltungsort, neben dem großzügigen Gastraum mit fünf großen Tischen und einer Küche für die Zubereitung von Speisen auch mit zwei Grillstationen, einem Kühlraum und einem ins Freie zu öffnenden Nebenraum mit Platz für mehr als 50 Gäste auch für größere Feste geeignet. „Wir haben immer wieder Feste wie Konfirmationen. Gerade am letzten Wochenende hatten wir eine große Geburtstagsfeier“, sagt Schwarz.

    Das haben sie mit einigen Helfern aus dem Vorstand gestemmt. Aber schon jetzt ist klar, dass die 20 Freiwilligen den Gaststättenbetrieb nicht dauerhaft stemmen können. „Ich helfe, seit ich 16 war. Damals hatten die Fußballer immer zwei Wochen lang im Training und an den Spieltagen Dienst“, erinnert sich Schwarz. In den Hochzeiten der 1970er bis 90er-Jahre habe man alljährlich ein Wirteessen für die Helfer ausgerichtet, bei dem bis zu 150 Vereinsmitglieder und deren Angehörige teilnahmen.

    Er ist der vierte Vorsitzende des FC seit 1953 und schon 20 Jahre an der Vereinsspitze. „Wir wollen das Vereinsheim auf jeden Fall weiter betreiben, aber suchen einen Pächter, der hier vielleicht auch etwas aufbauen will“, schildert er. Allein um das idyllische Gelände, über das täglich noch die Mähroboter laufen, um den Rasen kurzzuhalten, erhalten zu können. Denn aktuell sind es vor allem viele Nilgänse, die die Ruhe des Nahetals für sich nutzen.

    ⨁Interessenten können sich bei Andreas Schwarz per E-Mail an

    fc-lauretta-frauenberg@t-online.de   informieren.

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    Ortsbürgermeister Karl-Heinz Thom (links) im Gespräch, während Lauretta-Vorsitzender Andreas Schwarz hinter der Theke steht.
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    Das Außengelände wird weiter gepflegt, auch wenn schon seit zwei Jahren kein Ball mehr über den Rasen rollt.
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    Der Dartclub Galaxy trainiert regelmäßig im Vereinsheim des FC Lauretta und trägt dort auch seine Meisterschaftsspiele aus.

    (Fotos Sascha Saueressig)


  • Abschlusswanderung Frauenhilfe

    Die Frauen der Frauenhilfe Frauenberg hatten sich auch in diesem Jahr die wunderschöne Anlage des Verschönerungsvereins Hammerstein für ihre Abschlussveranstaltung ausgesucht.

    23 Frauen waren schließlich in bester Laune versammelt, von denen allerdings nur fünf trotz des heißen Wetters tapfer  den Weg nach Hammerstein zu Fuß gewagt hatten.

    Wieder wurden sie bestens von den fleißigen Händen der Theken- und Grill-Mannschaft des Verschönerungsvereins versorgt und konnten den Abend bis nach Sonnenuntergang genießen. (Text und Fotos Rita Eckert)Abschlusswanderung Frauenhilfe 2026 07 09 Frauenhilfe Foto 1 scaledAbschlusswanderung Frauenhilfe 2026 07 09 Frauenhilfe Foto 2 scaled


  • Abschlussgrillen Turnerfrauen 2026 07 08 Turnerfrauen 2 scaled

     

    Abschlussgrillen Turnerfrauen 2026 07 08 Turnerfrauen 1 scaled

     

    Auch in diesem Jahr konnten die Turnerfrauen ihren Sommer-Abschluss genießen. Das schöne Wetter und die nicht zu heißen Temperaturen trugen zur guten Stimmung bei. An Gesprächsstoff mangelte es auch nicht.

    Klaus Tzschoppe und Gerd Kappel hatten sich dankenswerterweise wieder bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen.

    Ein schöner Abend!

    (Text und Fotos Rita Eckert)


  • Die Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta  2026 07 01 Vortrag Lauretta Foto 2Mittwoch, 1. Juli 2026, Nahe-Zeitung / Lokales Seite 22

     

    Die Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta 

    Von Ger­hard Mül­ler

    Überzeugend und ausdrucksstark brachte Prof. Dr. Nina Gallion die Geschichte der streitbaren Gräfin Loretta von Sponheim rüber und machte so die Geschichte lebendig.

    Ge­schichts­pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on er­zählt über die Hin­ter­grün­de der Spon­hei­mer Re­gen­tin im 14. Jahr­hun­dert  

    Frau­en­berg. Das Leben der streit­ba­ren Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim in­ter­es­siert of­fen­sicht­lich die Men­schen der Re­gi­on. Die 64 be­reit­ge­stell­ten Stüh­le muss­ten kur­zer­hand um 20 Plät­ze er­wei­tert wer­den, so groß war trotz brü­ten­der Hitze das In­ter­es­se an dem Vor­trag von Pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on. „Mit so viel Zu­spruch hat­ten wir nicht ge­rech­net“ – Orts­bür­ger­meis­ter Karl Heinz Thom konn­te neben der Re­fe­ren­tin Gal­li­on auch Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­si und den Lei­ter des Lan­des­mu­se­ums in Bir­ken­feld, Hisso von Selle, im voll be­setz­ten Ge­mein­de­haus be­grü­ßen. Der Vor­trag wurde von der Di­rek­ti­on Bur­gen Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, die unter dem Dach der GDKE (Ge­ne­ral­di­rek­ti­on Kul­tu­rel­les Erbe) an­ge­sie­delt ist, or­ga­ni­siert. GDKE-Vize Flo­ri­an Ha­sen­knopf über­nahm die Vor­stel­lung von Gal­li­on, die als Ex­per­tin für spät­mit­tel­al­ter­li­che Ge­schich­te viele Fach­bü­cher zum spä­ten Mit­tel­al­ter ver­öf­fent­licht hat und an der Uni in Mainz Vor­le­sun­gen hält.

    In ihrem Vor­trag um­schrieb die Ge­schichts­pro­fes­so­rin die ge­sam­te Bio­gra­fie der streit­ba­ren Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim und wie sie es schaff­te, als Frau die ter­ri­to­ria­le Herr­schaft im 14. Jahr­hun­dert zu be­haup­ten.

    Über ihre Kind­heit ist wenig ver­merkt, man weiß nicht mal, wann sie genau ge­bo­ren wurde – es war wohl ir­gend­wann vor 1300. Si­cher ist da­ge­gen, dass sie in jun­gen Jah­ren anno 1312 Graf Hein­rich von Spon­heim ge­hei­ra­tet hatte.

    In die­ser Zeit war der Hoch­adel sehr dar­auf be­dacht, dass durch Hei­rat ihrer Nach­kom­men die ter­ri­to­ria­le Herr­schaft mög­lichst aus­ge­baut wurde. Als Lo­ret­tas Ehe­mann Hein­rich über­ra­schend 1323 mit knapp 30 Jah­ren starb, über­nahm Lo­ret­ta mit ihren drei un­mün­di­gen Kin­dern die Herr­schaft. In der Män­ner­do­mä­ne muss­te sie ak­zep­tiert wer­den. Mit Ent­schlos­sen­heit kämpf­te sie zu­nächst gegen die Land­flucht im In­nern und hatte ihre ter­ri­to­ria­len Gren­zen gegen die an­ge­sie­del­ten Bur­gen der nä­he­ren Um­ge­bung zu ver­tei­di­gen.

    Als be­son­de­rer und über­mäch­ti­ger Geg­ner sei Erz­bi­schof und Kur­fürst zu Trier Bal­du­in ge­nannt. Er spiel­te eine wich­ti­ge Rolle bei der Si­che­rung der Macht im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich und er­wei­ter­te sei­nen Ein­fluss ste­tig. Lo­ret­ta kid­napp­te ihn an der Mosel und in­haf­tier­te ihn auf der als un­ein­nehm­bar gel­ten­den Star­ken­burg. Zu den Ver­hand­lun­gen, um die Frei­ga­be von Bal­du­in zu er­lan­gen, war sogar König Jo­hann von Böh­men per­sön­lich zur Star­ken­burg an­ge­reist. Lo­ret­ta stell­te sich als knall­har­te Ver­hand­lungs­füh­re­rin dar und er­hielt von Bal­du­in nicht nur Lö­se­geld, son­dern auch einen Ver­zicht, die hin­ter­spon­hei­mi­schen Bur­gen an­zu­grei­fen. Sie er­reich­te auch, dass sich Bal­du­in beim Papst in Avi­gnon ein­setz­te, dass der über sie aus­ge­spro­che­ne Kir­chen­bann wie­der auf­ge­ho­ben wurde. Dazu muss­te sie selbst zum Papst nach Avi­gnon rei­sen und er­reich­te tat­säch­lich, dass der Bann gegen leich­te Auf­la­gen wie­der auf­ge­ho­ben wurde. Es war schon eine kom­ple­xe Auf­ga­be, Tag für Tag ihre Herr­schaft zu si­chern. Lo­ret­ta ge­lang dies als Re­gen­tin durch ent­schlos­se­nes Han­deln, mit po­li­ti­scher Klug­heit und einem sehr guten Netz­werk. Eine klare Ab­sa­ge er­teil­te die Re­fe­ren­tin der weit ver­brei­te­ten Theo­rie, dass die Frau­en­burg aus dem er­press­ten Lö­se­geld von Bal­du­in ge­baut wor­den sei. Somit be­stä­tig­te sie die These des Frau­en­ber­ger Ge­schicht­stamm­tischs, das eine Burg in die­ser Grö­ßen­ord­nung in so kur­zer Zeit nicht er­baut wer­den konn­te.

    Der Ge­schichts­pro­fes­so­rin ge­lang es in ihrem rund ein­stün­di­gen Vor­trag, dass die Gäste sich gut in die 700-jäh­ri­ge Ver­gan­gen­heit ein­fin­den konn­ten. „Man konn­te sich quasi das harte Leben der Lo­ret­ta vor Augen füh­ren, sie hat die Ge­schich­te le­ben­dig ge­macht“, ana­ly­sier­te ein Be­su­cher, wie er den Vor­trag wahr­ge­nom­men hatte. Auch Land­rat Ko­wal­ski ge­fiel der Vor­trag, er lud die Pro­fes­so­rin zu einem Vor­trag nach Bir­ken­feld oder Herr­stein ein. Ab­schlie­ßend be­ant­wor­te­te die Re­fe­ren­tin ei­ni­ge Fra­gen aus dem Pu­bli­kum und merk­te an, zu einem wei­te­ren Vor­trag er­neut die Re­gi­on be­su­chen zu wol­len.

     

    Blick in den vollbesetzten SaalDie Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta  2026 07 01 Vortrag Lauretta Foto 3


  • Donnerstag, 18. Juni 2026, Nahe-Zeitung / Lokales

    Die star­ke und streit­ba­re Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim   

    Von Ger­hard Mül­ler

     

    2026 06 18 Vortrag Loretta Foto

    Die Herrscherin der Frauenburg, Gräfin Loretta von Sponheim, wird in einem Vortrag von Professorin Nina Gallion ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Foto: Gerhard Müller

     

    Vor­trag in Frau­en­berg be­fasst sich mit dem Thema weib­li­che Herr­schaft auf Bur­gen 

    Frau­en­berg. Unter dem Titel „Mit Schlei­er und Schwert“ macht die Ge­ne­ral­di­rek­ti­on Kul­tu­rel­les (GDKE) Erbe in Frau­en­berg Sta­ti­on. Bei die­sem Vor­trag wird das Thema weib­li­che Herr­schaft auf Bur­gen ver­tieft. Zur Vor­ge­schich­te sei ge­sagt, dass seit dem Jahr 2023 die Burg­rui­ne in Frau­en­berg zur re­gel­mä­ßi­gen In­spek­ti­on be­sucht wird, 2023 unter Füh­rung der Che­fin der GDKE, An­ge­la Kai­ser-Lahme.

    Sinn und Zweck der In­spek­ti­on ist immer die Be­gut­ach­tung des Bau- und Pfle­ge­zu­stan­des der An­la­ge. In einem Ver­trag aus dem Jahr 2016 sind dazu ei­ni­ge Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Pflich­ten auf die Ge­mein­de Frau­en­berg über­tra­gen wor­den. Der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein von Frau­en­berg hat sich dan­kens­wer­ter­wei­se der Pfle­ge der his­to­ri­schen An­la­ge an­ge­nom­men. In einer ge­müt­li­chen Runde im Hause des Bür­ger­meis­ters Karl-Heinz Thom wurde da­nach das Er­geb­nis der Be­sich­ti­gung be­spro­chen und über die his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de dis­ku­tiert.

    Dabei hat Achim Bech­tel als aus­ge­wie­se­ner Ken­ner der Burg ei­ni­ges dazu bei­ge­tra­gen, was Kai­ser-Lahme zu der Idee führ­te, vor Ort einen Vor­trag zu or­ga­ni­sie­ren. Zu­nächst tat sich nichts, so­dass der Bür­ger­meis­ter zwei­fel­te, ob die Ver­an­stal­tung über­haupt statt­fin­den würde. Nach­dem dann im Früh­jahr 2024 erste In­for­ma­tio­nen aus­ge­tauscht wur­den, kam Be­we­gung in die An­ge­le­gen­heit. Mit Frau Zirn­gibl, der Ver­ant­wort­li­chen für Ver­an­stal­tun­gen auf den Bur­gen und Schlös­sern wurde ein Ver­trag ge­schlos­sen. Pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on, eine aus­ge­wie­se­ne und mit ver­schie­de­nen Aus­zeich­nun­gen ge­lob­te Ex­per­tin der Jo­han­nes-Gu­ten­berg-Uni­ver­si­tät Mainz, be­son­ders kennt­nis­reich über die Ter­ri­to­ri­al­ge­schich­te des Erz­bis­tums Mainz in Ver­bin­dung mit der Reichs­ge­schich­te im Mit­tel­al­ter, wird die­sen Vor­trag hal­ten.

    Sie ist durch meh­re­re Bü­cher, zahl­rei­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen und in den Me­di­en sehr be­kannt und forscht wei­ter­hin zur Ent­wick­lung von Städ­ten und zur Ge­schlech­ter­ge­schich­te im Mit­tel­al­ter. Nina Gal­li­on nimmt die streit­ba­re und star­ke Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim und die ter­ri­to­ria­le Be­haup­tung ihrer Herr­schaft im 14. Jahr­hun­dert in Frau­en­berg unter die Lupe. Der Vor­trag unter dem Titel „Weib­li­che Herr­schaft“ fin­det am Mitt­woch, 24. Juni, ab 19 Uhr im Ge­mein­de­haus in Frau­en­berg statt. We­ni­ge Tage zuvor lädt Alina Naab zu einer Le­sung eben­falls ins Frau­en­ber­ger Ge­mein­de­haus ein: Von 18 bis 20 Uhr wird sie am Sams­tag, 20. Juni, gleich zwei Bü­cher vor­stel­len. An die­sem Abend öff­nen sich die Türen zu zwei Wel­ten, die un­ter­schied­li­cher nicht sein könn­ten und doch die­sel­be Frage stel­len, be­schreibt Alina Naab ihre Bü­cher. Dabei wird zu­nächst der Roman „Ver­glüh­ter Schmerz, wenn das Leben Error schreit“ vor­ge­stellt. Im zwei­ten Teil er­hal­ten die Gäste einen Ein­blick in ein un­ver­öf­fent­lich­tes Her­zens­pro­jekt. Mit dem Titel „Das Haus am El­ler­bach“ geht es um eine his­to­ri­sche Er­zäh­lung, die im Jahre 1250 im Dorf Frau­en­berg spielt. Es soll Licht in die Frage brin­gen, wie die Men­schen da­mals leb­ten.

     


  • 2026-03-29 Loretta Die streitbare Gräfin

    Zur Erinnerung…

    der Termin des Vortrages rückt näher:

    Am Mittwoch, dem 24.05.26 hält Prof. Dr. Nina Gallion um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Frauenberg einen Vortrag über Loretta von Sponheim und die Behauptung territorialer Herrschaft im 14. Jahrhundert. (siehe unten).

     

    Die streitbare Gräfin, Loretta von Sponheim 2026 03 29 Lauretta scaled


  • Bikergottesdienst in Frauenberg verbindet Gemeinschaft, Musik und Erinnerung

    Bei strahlendem Sonnenschein fand am Pfingstmontag auf dem Gelände des FC Lauretta Frauenberg erneut der traditionelle Bikergottesdienst der Daalbach-Biker und der evangelischen Kirchengemeinde Saar-Westrich-Nahe statt. Zahlreiche Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sowie Besucher aus der Region waren der Einladung gefolgt und sorgten für ein eindrucksvolles Bild rund um das Veranstaltungsgelände.

    Die idyllisch gelegene Sportanlage des FC Lauretta Frauenberg, die zu den schönsten Sportanlagen im Kreis Birkenfeld zählt, bot dabei erneut eine stimmungsvolle Kulisse für die Veranstaltung.

    Unter dem diesjährigen Leitgedanken „Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann“ stand ein Gottesdienst, der Gemeinschaft, Erinnerung und gegenseitige Rücksicht in den Mittelpunkt stellte. Musikalisch begeleitet wurde die Veranstaltung von der Band „Ageless“ mit Bernd Diehl, die mit ihren Liedern für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten.

    In einem Rückblick erinnerten die Veranstalter daran, dass seit dem ersten Bikergottesdienst im Jahr 2005 insgesamt 20 Themen gestaltet, rund 7650 Pins verteilt sowie zahlreiche ehrenamtliche Stunden geleistet wurden. Auch die traditionellen Nussecken, für die im Laufe der Jahre insgesamt 28 Kilogramm Mehl und ebenso viele Kilogramm Nüsse verarbeitet wurden, gehören mittlerweile fest zur Veranstaltung.

    Die Kollekte des Gottesdienstes ist für die Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Birkenfeld sowie für individuelle Hilfen für Angehörige verunglückter Biker bestimmt. Für die Bewirtung sorgte erneut der FC Lauretta Frauenberg, der die Besucher mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet sowie Leckereien vom Grill – darunter auch die beliebten Bikersteaks – versorgte. Die Veranstalter dankten dem Verein ausdrücklich für die langjährige und gute Zusammenarbeit.

    Besonders emotional war in diesem Jahr die Tatsache, dass es der letzte Bikergottesdienst unter der Regie der Daalbach-Biker auf dem Gelände des FC Lauretta Frauenberg war. Viele Besucher blickten daher mit etwas Wehmut auf die langjährige Tradition in Frauenberg zurück.

    Gleichzeitig wurde bereits der Blick nach vorne gerichtet: Im kommenden Jahr soll der Bikergottesdienst auf dem Gelände der Lobos in Sonnenberg stattfinden.

    Traditionell endete die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder mit einer gemeinsamen Motorradausfahrt der Bikerinnen und Biker durch die Region.

    Der Bikergottesdienst hat sich über die Jahre zu einem festen Treffpunkt für Motorradfreunde entwickelt und zeigte auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll, wie stark Gemeinschaft, Musik und gegenseitiger Respekt verbinden können.

    (Text Heiko Heinz, Fotos Heiko Heinz und Gertrud Nürnberg)

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    20 Jahre Bikergottesdienst – 20 Leitgedanken

    (und die Prediger in den Gottesdiensten):

    2005       Schutzengel (Pfarrer Klaus Köhler)
    2006       Kreuzung (Pfarrer Klaus Köhler)
    2007       Im Zeichen des Fisches (Pfarrer Klaus Köhler)
    2008       Im Zeichen des Fisches (Pfarrer Klaus Köhler)
    2009       Im Zeichen des Friedens (Pfarrer Lothar Hübner)
    2010       Glaube Liebe, Hoffnung (Pfarrer Thomas Lehr)
    2011       Zurückschalten – innehalten (Pfarrer Lothar Hübner)
    2012.      Mit Gottessegen der Sonne entgegen (Pfarrer Lothar Hübner)
    2013       Du fährst nur mit dem Herzen gut. (Pfarrer Lothar Hübner)
    2014       Vertrauen und Respekt (Pfarrer Lothar Hübner)
    2015       Gemeinsam – statt einsam (Pfarrer Lothar Hübner)
    2016       Freiheit er(Fahren) (Pfarrer Lothar Hübner)
    2017       Teuflisch gut und Himmlisch schön (Pfarrer Lothar Hübner)
    2018       Der Weg ist das Ziel (Pfarrer Lothar Hübner)
    2019       „Kraft“stoff tanken (Pfarrer Lothar Hübner)
    Coronapause

    2022       Ein Freund – ein guter Freund (Pfarrer Lothar Hübner)
    2023       Im Gleichgewicht (Pfarrer Lothar Hübner)
    2024       Mit leichtem Gepäck (Diakon Oliver Schardt)
    2025       On the Road again (Diakon Oliver Schardt)
    2026       Fahr nicht schneller, als dein Schutzengel fliegen kann
    (Pfarrer Klaus Köhler und Diakon Oliver Schardt) (Text Rita Eckert)

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