Ausrufen der Straußrede als Höhepunkt: Jugendliche blicken auf Geschehnisse im Dorf zurück
Von Gerhard Müller
■ Frauenberg. Die Frauenberger feiern in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 5. und 6. September, ihre 10. Lauretta-Kirb am Gemeindehaus in Frauebersch. Traditionell wird mit dem Fassanstich um 16 Uhr die Kirmes offiziell eröffnet und eine Stunde lang Bier zum Sonderpreis ausgeteilt. Neu in das Programm wurde ein Bier-Pong-Turnier, das ab 18 Uhr beginnt, aufgenommen. Für eine Startgebühr von 20 Euro (inklusive Becher, Bälle und Bier) können sich Zweierteams bei Pascal Schwarz unter Tel. 0151/72408283 anmelden. Jubiläums-Kirbe-Armbändchen werden wieder für 5 Euro zugunsten eines guten Zwecks angeboten. Ab 20 Uhr startet eine spezielle Malle-Party mit einigen Specials und Happy Hour von 22 bis 23 Uhr.
Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit dem Frühschoppen, zu dem bis 11.30 Uhr erneut Bier vom Fass zu einer Happy Hour angeboten wird. Ab 11.30 Uhr sind die Nahetalmusikanten mit ihrer volkstümlichen Blasmusik im Einsatz. Zum Mittagessen werden traditionell hausgemachte gefüllte Klöße mit Apfelmus und Soße serviert. Die Veranstalter bitten um entsprechende Vorbestellung bis spätesten zum 31. August (ab 17 Uhr) unter der Telefonnummer: 06787/1400. Abholer können erst ab 12.30 Uhr versorgt werden. Ab 13 Uhr wird ein Zauberer zu einer Show einige Ballonmodellage vorführen.
Mit dem Ausrufen der Straußrede steht ab 14 Uhr der Höhepunkt der Kirmes an. Unter dem Motto „Unsere Straußjugend ist zurück“ werden die etablierten Ausrufer gemeinsam mit vielen Jugendlichen Nachrückern mit viel Engagement dafür sorgen, dass diese schöne Tradition weiterlebt. In bunt gemischten Versen werden die Jugendlichen auf die Geschehnisse im Dorf zurückblicken. Ab 15 Uhr wird zur Kaffeezeit, wenn unter Regie der Turnerfrauen eine große Auswahl von selbst gebackenem Kuchen angeboten. Für die kleinen Besucher wird neben der Hüpfburg der Westricher Nahetalgemeinden auch eine Kinderbelustigung geboten. Die Gewinner einer Tombola werden gegen 16 Uhr bekannt gegeben. Danach wird die Jubiläumskirb ausklingen.
Die Ortsgemeinde Frauenberg sagt der Firma Stephan „Danke“
Die beiden Spielplätze in Frauenberg stellten sich in der Vergangenheit für den Bürgermeister, Karl-Heinz Thom, immer wieder zu einem finanziellen Problem dar. Jährlich wurden die Spielplätze durch Fachleute inspiziert und, nachdem sich auch wieder Vorschriften geändert hatten, neue Mängel festgestellt. Reparaturen konnten nicht zügig erledigt werden, weil Betriebe nicht verfügbar waren, die die Forderungen in kurzer Zeit umsetzen konnten. Auch der finanzielle Spielraum war nicht gegeben, weil im Haushalt der benötigte Betrag nicht vorzuhalten war.
2026 war das Ergebnis der Inspektion so, dass verschiedene Geräte als eine Gefahr für Leib und Leben der Kinder beschrieben wurden. Neben einer deutlichen Beschilderung und Veröffentlichung sollten zusätzlich Bauzäune errichtet werden, um den Zugang zu den Spielplätzen gänzlich abzuriegeln. Unter diesem Eindruck entschloss sich Thom, beide Spielplätze sofort vorübergehend zu sperren, unverzüglich eine Firma für die notwendigsten Reparaturen zu beauftragen, um Kindern und Eltern den Zugang baldmöglichst wieder zu öffnen.
Da die Mittel nicht eingeplant waren, wandte sich Thom als Bittsteller in der Not an die ortsansässige Firma Stephan zwecks einer finanziellen Spende. Frau Stephan war sofort bereit, 5000 € für die Sofortmaßnahmen auf den Spielplätzen zu überweisen. Der Gemeinderat signalisierte, dem Empfang der Spende bei der nächsten Sitzung zuzustimmen, sodass die nötigsten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
Nach wenigen Tagen waren erfreulicherweise die größten Mängel behoben, die Spielplätze wieder für Eltern und Kinder offen. Ein besonderer Dank gilt deshalb der Firma Stephan für die spontane Unterstützung der Ortsgemeinde. (Text und Fotos Karl-Heinz Thom)
FC Lauretta Frauenberg sucht nach plötzlicher, schwerer Erkrankung der Wirtin eine neue Lösung
Von Sascha Saueressig
■ Frauenberg. Ein Fahrradfahrer macht sich gerade wieder auf, während wenige Minuten später ein Jogger die Bahnhofstraße herunterkommt und für einen Zwischenstopp die Gaststätte ansteuert, um beim Verschnaufen aufzutanken. Auf dem benachbarten Parkplatz steht ein Dutzend Autos.
Ruhig und idyllisch liegt die Sportanlage des FC Lauretta Frauenberg im Nahetal zwischen Sonnenberg und Frauenberg. Dort betreibt der FC sein Sportlerheim als einzige Anlaufstätte, als Feierabendkneipe oder Festraum für Familien- und andere Feiern. „Früher hatten wir zusätzlich zu unserem Vereinsheim zwei Gasthäuser bei uns im Ort und eines in Sonnenberg“, berichtet Andreas Schwarz, der Vorsitzende des FC Lauretta. Doch inzwischen weisen nur noch die alten Schilder auf inzwischen geschlossene Etablissements hin.
„Bis 2006 haben wir das Vereinsheim in Eigenregie betrieben, aber danach verpachtet“, schildert Schwarz. 2015 habe die Vereinsführung nach dem Verkauf der wenige Hundert Meter entfernten Gaststätte „Zur Burg“ entschieden, die dortige Pächterin anzustellen. Und diese betrieb die Wirtschaft im Nahetal bis vor wenigen Wochen. Dann gab es einen plötzlichen und harten Einschnitt: Die bisherige Wirtin kollabierte in der Vereinsgaststätte und ist seither in medizinischer Versorgung stationär im Westerwald. „Das sieht nicht gut aus. Und wir waren alle entsetzt und tiefst betroffen“, schildert Schwarz. Und während man im 140 Mitglieder zählenden Verein mit der Familie mitfühlt und diese auch unterstützt, stellt sich die Frage, wie es im Sportlerheim weitergehen kann und soll?
Denn die Gaststätte ist nicht nur für die Mitglieder, sondern auch für die Bürger aus Frauenberg und Sonnenberg ein zentraler Anlaufpunkt. Doch es gibt keinen Spielbetrieb der Fußballer mehr. Steppaerobic und Gymnastikdamen sind im Bürgerhaus in ihren Übungsstunden und nur die E-Dart-Spieler des Clubs Galaxy kommen zum Training und für ihre Spiele ins Vereinsheim. Dennoch verständigte man sich im Vorstand zügig, ab Juli an drei Tagen unter der Woche abends von 17 Uhr an zu öffnen. Dazu wurde auch noch ein Sonntag geöffnet und die Dartspieler des Clubs Galaxy sollen an ihren Spieltagen samstags ebenfalls öffnen. Und dies wird angenommen. Am Tisch neben dem Eingang sitzen ein knappes Dutzend Gäste.
Parallel läuft die Suche nach einem neuen Pächter. „Wir sind uns klar, dass wir so eine Wirtin nicht mehr finden werden“, sagt Schwarz.
Aber das Vereinsheim ist als Veranstaltungsort, neben dem großzügigen Gastraum mit fünf großen Tischen und einer Küche für die Zubereitung von Speisen auch mit zwei Grillstationen, einem Kühlraum und einem ins Freie zu öffnenden Nebenraum mit Platz für mehr als 50 Gäste auch für größere Feste geeignet. „Wir haben immer wieder Feste wie Konfirmationen. Gerade am letzten Wochenende hatten wir eine große Geburtstagsfeier“, sagt Schwarz.
Das haben sie mit einigen Helfern aus dem Vorstand gestemmt. Aber schon jetzt ist klar, dass die 20 Freiwilligen den Gaststättenbetrieb nicht dauerhaft stemmen können. „Ich helfe, seit ich 16 war. Damals hatten die Fußballer immer zwei Wochen lang im Training und an den Spieltagen Dienst“, erinnert sich Schwarz. In den Hochzeiten der 1970er bis 90er-Jahre habe man alljährlich ein Wirteessen für die Helfer ausgerichtet, bei dem bis zu 150 Vereinsmitglieder und deren Angehörige teilnahmen.
Er ist der vierte Vorsitzende des FC seit 1953 und schon 20 Jahre an der Vereinsspitze. „Wir wollen das Vereinsheim auf jeden Fall weiter betreiben, aber suchen einen Pächter, der hier vielleicht auch etwas aufbauen will“, schildert er. Allein um das idyllische Gelände, über das täglich noch die Mähroboter laufen, um den Rasen kurzzuhalten, erhalten zu können. Denn aktuell sind es vor allem viele Nilgänse, die die Ruhe des Nahetals für sich nutzen.
⨁Interessenten können sich bei Andreas Schwarz per E-Mail an
Ortsbürgermeister Karl-Heinz Thom (links) im Gespräch, während Lauretta-Vorsitzender Andreas Schwarz hinter der Theke steht.Das Außengelände wird weiter gepflegt, auch wenn schon seit zwei Jahren kein Ball mehr über den Rasen rollt.Der Dartclub Galaxy trainiert regelmäßig im Vereinsheim des FC Lauretta und trägt dort auch seine Meisterschaftsspiele aus.
Die Frauen der Frauenhilfe Frauenberg hatten sich auch in diesem Jahr die wunderschöne Anlage des Verschönerungsvereins Hammerstein für ihre Abschlussveranstaltung ausgesucht.
23 Frauen waren schließlich in bester Laune versammelt, von denen allerdings nur fünf trotz des heißen Wetters tapfer den Weg nach Hammerstein zu Fuß gewagt hatten.
Wieder wurden sie bestens von den fleißigen Händen der Theken- und Grill-Mannschaft des Verschönerungsvereins versorgt und konnten den Abend bis nach Sonnenuntergang genießen. (Text und Fotos Rita Eckert)
Auch in diesem Jahr konnten die Turnerfrauen ihren Sommer-Abschluss genießen. Das schöne Wetter und die nicht zu heißen Temperaturen trugen zur guten Stimmung bei. An Gesprächsstoff mangelte es auch nicht.
Klaus Tzschoppe und Gerd Kappel hatten sich dankenswerterweise wieder bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen.
Mittwoch, 1. Juli 2026, Nahe-Zeitung / Lokales Seite 22
Die Geschichte der streitbaren Loretta
Von Gerhard Müller
Überzeugend und ausdrucksstark brachte Prof. Dr. Nina Gallion die Geschichte der streitbaren Gräfin Loretta von Sponheim rüber und machte so die Geschichte lebendig.
Geschichtsprofessorin Nina Gallion erzählt über die Hintergründe der Sponheimer Regentin im 14. Jahrhundert
Frauenberg. Das Leben der streitbaren Gräfin Loretta von Sponheim interessiert offensichtlich die Menschen der Region. Die 64 bereitgestellten Stühle mussten kurzerhand um 20 Plätze erweitert werden, so groß war trotz brütender Hitze das Interesse an dem Vortrag von Professorin Nina Gallion. „Mit so viel Zuspruch hatten wir nicht gerechnet“ – Ortsbürgermeister Karl Heinz Thom konnte neben der Referentin Gallion auch Landrat Miroslaw Kowalsi und den Leiter des Landesmuseums in Birkenfeld, Hisso von Selle, im voll besetzten Gemeindehaus begrüßen. Der Vortrag wurde von der Direktion Burgen Schlösser, Altertümer, die unter dem Dach der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe) angesiedelt ist, organisiert. GDKE-Vize Florian Hasenknopf übernahm die Vorstellung von Gallion, die als Expertin für spätmittelalterliche Geschichte viele Fachbücher zum späten Mittelalter veröffentlicht hat und an der Uni in Mainz Vorlesungen hält.
In ihrem Vortrag umschrieb die Geschichtsprofessorin die gesamte Biografie der streitbaren Gräfin Loretta von Sponheim und wie sie es schaffte, als Frau die territoriale Herrschaft im 14. Jahrhundert zu behaupten.
Über ihre Kindheit ist wenig vermerkt, man weiß nicht mal, wann sie genau geboren wurde – es war wohl irgendwann vor 1300. Sicher ist dagegen, dass sie in jungen Jahren anno 1312 Graf Heinrich von Sponheim geheiratet hatte.
In dieser Zeit war der Hochadel sehr darauf bedacht, dass durch Heirat ihrer Nachkommen die territoriale Herrschaft möglichst ausgebaut wurde. Als Lorettas Ehemann Heinrich überraschend 1323 mit knapp 30 Jahren starb, übernahm Loretta mit ihren drei unmündigen Kindern die Herrschaft. In der Männerdomäne musste sie akzeptiert werden. Mit Entschlossenheit kämpfte sie zunächst gegen die Landflucht im Innern und hatte ihre territorialen Grenzen gegen die angesiedelten Burgen der näheren Umgebung zu verteidigen.
Als besonderer und übermächtiger Gegner sei Erzbischof und Kurfürst zu Trier Balduin genannt. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Macht im Heiligen Römischen Reich und erweiterte seinen Einfluss stetig. Loretta kidnappte ihn an der Mosel und inhaftierte ihn auf der als uneinnehmbar geltenden Starkenburg. Zu den Verhandlungen, um die Freigabe von Balduin zu erlangen, war sogar König Johann von Böhmen persönlich zur Starkenburg angereist. Loretta stellte sich als knallharte Verhandlungsführerin dar und erhielt von Balduin nicht nur Lösegeld, sondern auch einen Verzicht, die hintersponheimischen Burgen anzugreifen. Sie erreichte auch, dass sich Balduin beim Papst in Avignon einsetzte, dass der über sie ausgesprochene Kirchenbann wieder aufgehoben wurde. Dazu musste sie selbst zum Papst nach Avignon reisen und erreichte tatsächlich, dass der Bann gegen leichte Auflagen wieder aufgehoben wurde. Es war schon eine komplexe Aufgabe, Tag für Tag ihre Herrschaft zu sichern. Loretta gelang dies als Regentin durch entschlossenes Handeln, mit politischer Klugheit und einem sehr guten Netzwerk. Eine klare Absage erteilte die Referentin der weit verbreiteten Theorie, dass die Frauenburg aus dem erpressten Lösegeld von Balduin gebaut worden sei. Somit bestätigte sie die These des Frauenberger Geschichtstammtischs, das eine Burg in dieser Größenordnung in so kurzer Zeit nicht erbaut werden konnte.
Der Geschichtsprofessorin gelang es in ihrem rund einstündigen Vortrag, dass die Gäste sich gut in die 700-jährige Vergangenheit einfinden konnten. „Man konnte sich quasi das harte Leben der Loretta vor Augen führen, sie hat die Geschichte lebendig gemacht“, analysierte ein Besucher, wie er den Vortrag wahrgenommen hatte. Auch Landrat Kowalski gefiel der Vortrag, er lud die Professorin zu einem Vortrag nach Birkenfeld oder Herrstein ein. Abschließend beantwortete die Referentin einige Fragen aus dem Publikum und merkte an, zu einem weiteren Vortrag erneut die Region besuchen zu wollen.
Die starke und streitbare Gräfin Loretta von Sponheim
Von Gerhard Müller
Die Herrscherin der Frauenburg, Gräfin Loretta von Sponheim, wird in einem Vortrag von Professorin Nina Gallion ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Foto: Gerhard Müller
Vortrag in Frauenberg befasst sich mit dem Thema weibliche Herrschaft auf Burgen
Frauenberg. Unter dem Titel „Mit Schleier und Schwert“ macht die Generaldirektion Kulturelles (GDKE) Erbe in Frauenberg Station. Bei diesem Vortrag wird das Thema weibliche Herrschaft auf Burgen vertieft. Zur Vorgeschichte sei gesagt, dass seit dem Jahr 2023 die Burgruine in Frauenberg zur regelmäßigen Inspektion besucht wird, 2023 unter Führung der Chefin der GDKE, Angela Kaiser-Lahme.
Sinn und Zweck der Inspektion ist immer die Begutachtung des Bau- und Pflegezustandes der Anlage. In einem Vertrag aus dem Jahr 2016 sind dazu einige Verantwortlichkeiten und Pflichten auf die Gemeinde Frauenberg übertragen worden. Der Verschönerungsverein von Frauenberg hat sich dankenswerterweise der Pflege der historischen Anlage angenommen. In einer gemütlichen Runde im Hause des Bürgermeisters Karl-Heinz Thom wurde danach das Ergebnis der Besichtigung besprochen und über die historischen Hintergründe diskutiert.
Dabei hat Achim Bechtel als ausgewiesener Kenner der Burg einiges dazu beigetragen, was Kaiser-Lahme zu der Idee führte, vor Ort einen Vortrag zu organisieren. Zunächst tat sich nichts, sodass der Bürgermeister zweifelte, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden würde. Nachdem dann im Frühjahr 2024 erste Informationen ausgetauscht wurden, kam Bewegung in die Angelegenheit. Mit Frau Zirngibl, der Verantwortlichen für Veranstaltungen auf den Burgen und Schlössern wurde ein Vertrag geschlossen. Professorin Nina Gallion, eine ausgewiesene und mit verschiedenen Auszeichnungen gelobte Expertin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, besonders kenntnisreich über die Territorialgeschichte des Erzbistums Mainz in Verbindung mit der Reichsgeschichte im Mittelalter, wird diesen Vortrag halten.
Sie ist durch mehrere Bücher, zahlreichen Veröffentlichungen und in den Medien sehr bekannt und forscht weiterhin zur Entwicklung von Städten und zur Geschlechtergeschichte im Mittelalter. Nina Gallion nimmt die streitbare und starke Gräfin Loretta von Sponheim und die territoriale Behauptung ihrer Herrschaft im 14. Jahrhundert in Frauenberg unter die Lupe. Der Vortrag unter dem Titel „Weibliche Herrschaft“ findet am Mittwoch, 24. Juni, ab 19 Uhr im Gemeindehaus in Frauenberg statt. Wenige Tage zuvor lädt Alina Naab zu einer Lesung ebenfalls ins Frauenberger Gemeindehaus ein: Von 18 bis 20 Uhr wird sie am Samstag, 20. Juni, gleich zwei Bücher vorstellen. An diesem Abend öffnen sich die Türen zu zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch dieselbe Frage stellen, beschreibt Alina Naab ihre Bücher. Dabei wird zunächst der Roman „Verglühter Schmerz, wenn das Leben Error schreit“ vorgestellt. Im zweiten Teil erhalten die Gäste einen Einblick in ein unveröffentlichtes Herzensprojekt. Mit dem Titel „Das Haus am Ellerbach“ geht es um eine historische Erzählung, die im Jahre 1250 im Dorf Frauenberg spielt. Es soll Licht in die Frage bringen, wie die Menschen damals lebten.
Am Mittwoch, dem 24.05.26 hält Prof. Dr. Nina Gallion um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Frauenberg einen Vortrag über Loretta von Sponheim und die Behauptung territorialer Herrschaft im 14. Jahrhundert. (siehe unten).
Bikergottesdienst in Frauenberg verbindet Gemeinschaft, Musik und Erinnerung
Bei strahlendem Sonnenschein fand am Pfingstmontag auf dem Gelände des FC Lauretta Frauenberg erneut der traditionelle Bikergottesdienst der Daalbach-Biker und der evangelischen Kirchengemeinde Saar-Westrich-Nahe statt. Zahlreiche Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sowie Besucher aus der Region waren der Einladung gefolgt und sorgten für ein eindrucksvolles Bild rund um das Veranstaltungsgelände.
Die idyllisch gelegene Sportanlage des FC Lauretta Frauenberg, die zu den schönsten Sportanlagen im Kreis Birkenfeld zählt, bot dabei erneut eine stimmungsvolle Kulisse für die Veranstaltung.
Unter dem diesjährigen Leitgedanken „Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann“ stand ein Gottesdienst, der Gemeinschaft, Erinnerung und gegenseitige Rücksicht in den Mittelpunkt stellte. Musikalisch begeleitet wurde die Veranstaltung von der Band „Ageless“ mit Bernd Diehl, die mit ihren Liedern für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten.
In einem Rückblick erinnerten die Veranstalter daran, dass seit dem ersten Bikergottesdienst im Jahr 2005 insgesamt 20 Themen gestaltet, rund 7650 Pins verteilt sowie zahlreiche ehrenamtliche Stunden geleistet wurden. Auch die traditionellen Nussecken, für die im Laufe der Jahre insgesamt 28 Kilogramm Mehl und ebenso viele Kilogramm Nüsse verarbeitet wurden, gehören mittlerweile fest zur Veranstaltung.
Die Kollekte des Gottesdienstes ist für die Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Birkenfeld sowie für individuelle Hilfen für Angehörige verunglückter Biker bestimmt. Für die Bewirtung sorgte erneut der FC Lauretta Frauenberg, der die Besucher mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet sowie Leckereien vom Grill – darunter auch die beliebten Bikersteaks – versorgte. Die Veranstalter dankten dem Verein ausdrücklich für die langjährige und gute Zusammenarbeit.
Besonders emotional war in diesem Jahr die Tatsache, dass es der letzte Bikergottesdienst unter der Regie der Daalbach-Biker auf dem Gelände des FC Lauretta Frauenberg war. Viele Besucher blickten daher mit etwas Wehmut auf die langjährige Tradition in Frauenberg zurück.
Gleichzeitig wurde bereits der Blick nach vorne gerichtet: Im kommenden Jahr soll der Bikergottesdienst auf dem Gelände der Lobos in Sonnenberg stattfinden.
Traditionell endete die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder mit einer gemeinsamen Motorradausfahrt der Bikerinnen und Biker durch die Region.
Der Bikergottesdienst hat sich über die Jahre zu einem festen Treffpunkt für Motorradfreunde entwickelt und zeigte auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll, wie stark Gemeinschaft, Musik und gegenseitiger Respekt verbinden können.
(Text Heiko Heinz, Fotos Heiko Heinz und Gertrud Nürnberg)
20 Jahre Bikergottesdienst – 20 Leitgedanken
(und die Prediger in den Gottesdiensten):
2005 Schutzengel (Pfarrer Klaus Köhler)
2006 Kreuzung (Pfarrer Klaus Köhler)
2007 Im Zeichen des Fisches (Pfarrer Klaus Köhler)
2008 Im Zeichen des Fisches (Pfarrer Klaus Köhler)
2009 Im Zeichen des Friedens (Pfarrer Lothar Hübner)
2010 Glaube Liebe, Hoffnung (Pfarrer Thomas Lehr)
2011 Zurückschalten – innehalten (Pfarrer Lothar Hübner)
2012. Mit Gottessegen der Sonne entgegen (Pfarrer Lothar Hübner)
2013 Du fährst nur mit dem Herzen gut. (Pfarrer Lothar Hübner)
2014 Vertrauen und Respekt (Pfarrer Lothar Hübner)
2015 Gemeinsam – statt einsam (Pfarrer Lothar Hübner)
2016 Freiheit er(Fahren) (Pfarrer Lothar Hübner)
2017 Teuflisch gut und Himmlisch schön (Pfarrer Lothar Hübner)
2018 Der Weg ist das Ziel (Pfarrer Lothar Hübner)
2019 „Kraft“stoff tanken (Pfarrer Lothar Hübner) Coronapause
2022 Ein Freund – ein guter Freund (Pfarrer Lothar Hübner)
2023 Im Gleichgewicht (Pfarrer Lothar Hübner)
2024 Mit leichtem Gepäck (Diakon Oliver Schardt)
2025 On the Road again (Diakon Oliver Schardt)
2026 Fahr nicht schneller, als dein Schutzengel fliegen kann
(Pfarrer Klaus Köhler und Diakon Oliver Schardt) (Text Rita Eckert)
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