Frauenberg / Nahe

Licht und Glockenklänge für den Friedhof

Dienstag, 18. Juni 2024, Nahe-Zeitung, Seite 19

Licht und Glockenklänge für den Friedhof

Neue Lampen werden in der Friedhofshalle installiert, und die Glocke im Turm soll durch einen regelmäßigen Service wieder ihre ihr zugedachten Funktionen erfüllen. Foto: Gerhard Müller

Harvester setzt den Frauenberger Waldwegen zu – Ortsbürgermeister will wegen Problemen nachhaken

Frauenberg. Die letzte Sitzung des Gemeinderats Frauenberg in der zu Ende gehenden Legislaturperiode begann mit einer Gedenkminute für den jüngst verstorbenen Altbürgermeister Dirk Schröter. Anschließend befassten sich die Ratsmitglieder mit der Erneuerung der Beleuchtung an der Friedhofshalle.

Ortsbürgermeister Karlheinz Thom erläuterte, dass die derzeitige Beleuchtung an der Friedhofshalle defekt und nicht mehr zu reparieren sei. Daher beschloss der Rat den Kauf und Einbau neuer Lampen zum Angebotspreis von knapp 880 Euro. Weiterhin entschied der Rat einstimmig, die Pachtverträge in Bezug auf Pachtzins und Laufzeit in der Ringstraße zu vereinheitlichen.

Ärger mit der Forstverwaltung

In einem weiteren Punkt informierte der Ortsbürgermeister über eine Begehung im Gemeindeforst mit Försterin Eickhoff. Dabei sei es um den Zustand des Gemeindewaldes und der Wirtschaftswege gegangen. Darüber hinaus habe er mit Eickhoff geplante Maßnahmen erörtert. Thom beklagte in dem Gespräch den Zustand der Wege nach den Fällarbeiten mit dem Harvester sowie durch die Abfuhr der gefällten Bäume mit Schwerlasttransporten. Thom erläuterte, dass man vereinbart habe, seitens der Gemeinde Kontakt mit dem zuständigen Forstdienst aufzunehmen und die notwendigen Reparaturen einzufordern.

Der Ortsbürgermeister beklagte zudem den Zustand der Kreisstraße 12 durch den Birkenwald. Im Rahmen einer Streckenbesichtigung soll über mögliche Maßnahmen gesprochen werden. Thom berichtete auch über die Kosten der Mäharbeiten, die bis Sitzungstermin auf 6878 Euro angewachsen waren, und versprach, die weiteren Maßnahmen kritisch zu begleiten.

In der Bahnhofstraße gibt es Probleme mit der Abwasserableitung. Der Bürgermeister schilderte die technischen Schwierigkeiten mit dem veralteten Pumpensystem, das immer öfter einen Überlauf über die Straße verursacht. Die Verwaltung habe Abhilfe versprochen. Im Werksausschuss wurde bereits Ende April ein Auftrag für eine Ersatzbeschaffung der Pumpstation in Auftrag gegeben.

Neuer Wartungsvertrag für Glocke

Immer wieder ist in diesem Jahr auch die Glocke am Friedhof ausgefallen, berichtete Karlheinz Thom dem Rat. Als Ursache habe man als wesentlich den fehlenden regelmäßigen Service des Uhrwerks ausgemacht. Das soll nun mit einem Servicevertrag behoben werden. Thom berichtete weiterhin, dass er in Abstimmung mit der VG-Verwaltung vorgesehen habe, die erste Sitzung des neuen Gemeinderates als konstituierende Sitzung am 1. Juli um 18 Uhr anzusetzen. Dann soll der alte Gemeinderat verabschiedet und die neuen Mitglieder begrüßt und ernannt werden. gmü

Rund um die Frauenburg

Frauenburg, Bild: Patrick Kielburger

Die Aufsätze von Joachim Bechtel zur Geschichte der Frauenburg können unter folgenden Links als PDF heruntergeladen werden:

Die Ritter von Schwarzenberg
Die Entstehung des Burghauses im Tal zu Frauenberg
Die Frauenburg mit Zubehör
Gemeindeglocke Frauenberg
Neu: Urkundliche Nennungen von „Haus“ oder „Burg und Schloss“ Frauenberg

Dieser Beitrag vom 04.09.23 wurde zuletzt am 17.06.24 erweitert.

Historische Parallelen an der Blies erfahren

Freitag, 14. Juni 2024, Nahe-Zeitung, Seite 23

Zum Teil in mittelalterlichen Gewändern wurden die Frauenberger von der Nahe von den Frauenbergern an der Blies empfangen. Im Vordergrund: Peter Schütz, der den Gästen gleich zwei spannende Führungen bot. Foto: Achim Bechtel

Von Gerhard Müller

Gegenbesuch: 22 Frauenberger reisten in den gleichnamigen Ort in Lothringen

Frauenberg. Eine Gruppe von 22 Frauenbergern hat sich in einem Reisebus von der Nahe zu einem Gegenbesuch in das französische Frauenberg an der Blies aufgemacht. Dort informierte man sich ausführlich über die Geschichte der französischen Gemeinde.

Nach gut 90 Minuten und 100 Kilometern war man im gleichnamigen Ort angekommen. Peter Schütz und Vertreter der Gemeindeverwaltung empfingen, zum Teil in mittelalterlichen Gewändern, ihre Gäste mit Croissants und Kaffee. Nach der Stärkung bekamen die angereisten Frauenberger den alten Ortskern der 600 Einwohner zählenden Gemeinde gezeigt.

Besonders interessant waren das alte Zollhaus und die Brücke, die die Grenze zum deutschen Habkirchen und dem französischen Frauenberg bildet. Auf beiden Teilen der Brücke findet jährlich das Brückenfest statt, das sich sowohl bei den Franzosen als auch den Deutschen größter Beliebtheit erfreut.

Peter Schütz erklärte die Geschichte seiner Frauenburg, die durchaus einige Parallelen zur Frauenburg an der Nahe aufweist. Mitte des 14. Jahrhunderts gingen die Ländereien von Frawenburg durch Hochzeit von der Grafschaft Saarbrücken an Arnould V. von Sierck über. Um die Handelsroute zwischen Flandern und der Lombardei zu schützen, errichten die Herren von Sierck eine Burg. Die erste Erwähnung aus dem Jahr 1370 beschreibt die Burg mit einem an das Hauptgebäude angebauten Wachturm. Nach dem Tod von Arbold VI. ging die Herrschaft an die Grafen von Liningen. Durch ständige Konflikte im 17. Jahrhundert wurde die Burg mehrmals beschädigt, repariert und wieder aufgebaut. Während der Wirren des 30-jährigen Krieges wurde die Burg von den Schweden eingenommen.

1686 vermachte Herzog von Württemberg das einstige Meiergut an Sebastien Thomin. Ritter Jean Daniel Merlin erwarb im selben Jahr die Burg und baute den östlichen Teil des Schlosses im Barockstil wieder auf. Ein Brand zerstörte 1786 das Gebäude teilweise, und die Revolution führte zum Niedergang des Schlosses und seiner endgültigen Aufgabe ab 1793. 1921 wird die Ruine unter Denkmalschutz gestellt. Von 1958 bis 1959 wurde der Turm teilweise wiederaufgebaut. Im Laufe der Zeit wurden im Innern der Burg ein Frauenhaus, ein Herrenhaus und ein Haus für einen Vogt errichtet.

Nach dem ausführlichen Einblick in die Geschichte waren die Gäste zu Wein, Bier, Ingwertee, Käse und Grillwürstchen eingeladen. Da der Europäische Kulturpark wegen Hochwasser gesperrt war, musste eine Alternative her. So ging es am frühen Nachmittag nach Saargemünd, wo Peter Schütz den Gästen erneut eine Führung gewährte. Von Saargemünd traten die Frauenberger ihre Heimreise an, wo auf sie im Sportlerheim ein Schnitzelbüfett wartete.

 

Der Breitbandausbau war ihm ein Herzensanliegen

Der Breitbandausbau war ihm ein Herzensanliegen
Dirk Schröter ist unerwartet verstorben. Foto: Gerhard Müller (Archiv)
Ehemaliger Ortsbürgermeister von Frauenberg, Dirk Schröter, verstorben
Frauenberg. In der vergangenen Woche verstarb völlig unerwartet der ehemalige Ortsbürgermeister von Frauenberg, Dirk Schröter. Als junger Soldat lernte Schröter 1962 Baumholder bereits kennen, wo er ab 1966 im Lager Wilhelmswald stationiert war. Obwohl der gebürtige Oberschlesier zwischen 1970 und 1980 in Hermeskeil, Kusel und Idar-Oberstein als Berufssoldat eingesetzt war, konnte er durch seine zahlreichen Umzüge nicht richtig sesshaft werden. Von 1990 an war Oberstleutnant Schröter Inspektionschef der Raketenstation MARS am Rilchenberg und trat 2002 nach 40 Dienstjahren bei den Streitkräften in den Ruhestand. Im selben Jahr kaufte er mit seiner Ehefrau ein Haus in Frauenberg.
Bereits mit 27 Jahren trat Schröter in die CDU ein. Bedingt durch seine siebenmaligen Versetzungen bewarb er sich erst 1994 für ein Mandat auf einem hinteren Listenplatz im VG-Rat. Am 30. September 1999 rückte er nach und übernahm bereits ein Jahr später den Fraktionsvorsitz. Mit seinen sachlichen und fundierten Redebeiträgen erwarb er Anerkennung über die Parteigrenzen hinaus. Nur bedingt schlug sich dies im Wahlergebnis nieder, dennoch wählte ihn der VG-Rat am 2. September 2004 zum Ersten Beigeordneten und Stellvertreter des damaligen VG-Bürgermeisters Volkmar Pees.
„Wir brauchen eine Ideenfabrik“, warb er für enge Zusammenarbeit zu Beginn der Legislaturperiode, die am 16. Juli 2009 endete. Dem Frauenberger Rat gehörte Dirk Schröter vom 5. Juli 2004 bis zum 16. Januar 2012 an und war vom 16. Januar 2012 bis 12. August 2019 Bürgermeister der Ortsgemeinde Frauenberg. Das schnelle Internet nach Frauenberg zu bekommen, war eines der Hauptanliegen von Schröter. Zusammen mit seinem Nachfolger Patrick Kielburger gelang es im fünften Förderantrag, den Bedarf für den Breitbandanschluss nachzuweisen.
Die Anlegung der Traumschleife Gräfin Lauretta mit der Kaiserallee, die im Mai 2011 offiziell eingeweiht wurde, war eine Herzensangelegenheit des Verstorbenen. Aber auch die Sanierungsarbeiten auf der Frauenburg und die Ausgrabungen auf dem Nahekopf hat der geschichtsinteressierte Schröter intensiv begleitet. Viele Jahre war Schröter auch der evangelischen Kirche eng verbunden. Bereits zu seiner Zeit in Idar-Oberstein war er von 1979 bis 1987 Presbyter in der Kirchengemeinde Idar. Nach seinem Hauskauf in Frauenberg war er zwölf Jahre lang in der Evangelischen Kirchengemeinde Frauenberg engagiert.
Am 29. Mai 2005 schlug ihn das Presbyterium in Reichenbach als Prädikantenanwärter vor. Nach einer zweijährigen Ausbildung führte ihn am 19. August 2007 Superintendant Gerhard Köppke im Ordinationsgottesdienst in der Reichenbacher Kirche als Prädikant ein. Schröter sah sein Wirken als Entlastung für die Pfarrer an. Er war berechtigt, im Talar kirchliche Handlungen wie Abendmahl, Trauungen oder Beerdigungen vorzunehmen. Gerhard Müller

Bikergottesdienst: Reisen mit leichtem Gepäck

Mittwoch, 22. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 21

Von Gerhard Müller

500 Besucher kamen zur 18. Auflage nach Frauenberg

 

Das Organisationsteam hatte auch den 18. Bikergottesdienst in Frauenberg perfekt organisiert, den rund 500 Gäste mit 350 – meist schweren – Maschinen besuchten. Foto: Gerhard Müller

 

Frauenberg. Nach den heftigen Regenschauern der Vortage hatten die Organisatoren des 18. Bikergottesdienstes richtig Glück mit dem Wetter. Bei angenehmen 21 Grad fanden sich rund 500 Biker und Bikerinnen beziehungsweise Bikerfreunde mit etwa 350 Motorrädern auf dem Sportplatzgelände des FC Lauretta in Frauenberg ein. Vor Betreten des Festgeländes bekamen die Gottdienstbesucher traditionell kleine Nussecken und wunderschöne Pins zur Begrüßung überreicht. Benno Nürnberg, mit seiner Ehefrau „Redrose“ Gertrud einer der Hauptorganisatoren der Daalbach-Biker, die zusammen mit der Kirchengemeinde Westrich Nahe den Gottesdienst ausrichteten, übernahm die Begrüßung.

Er verkündete, dass 1000 Euro, die aus Spenden des vergangenen Jahres zusammenkamen, der Jugendhilfegruppe Niederwörresbach zur Verfügung gestellt wurden. Auch konnte für die verunglückten Biker und deren Hinterbliebene ein kleiner Betrag zurückgelegt werden. Die Spenden, die während des Gottesdiensts gesammelt wurden, werden auch in diesem Jahr für soziale Einrichtungen Verwendung finden. Der Verunglückten wurde gedacht, indem die Biker kurz die Motoren ihrer schweren Maschinen aufheulen ließen, um danach eine Minute in Stille zu verweilen.

Für Pfarrer Lothar Hübner, der viele Jahre den Bikergottesdienst gestaltete, übernahm Diakon Oliver Schardt, der früher selbst als Biker an einigen Gottesdiensten teilnahm. Der Geistliche stellte das Motto „Mit leichtem Gepäck“ in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Koffer packen, erfordert Entscheidungen, was man auf seine Tour oder Urlaub mitnimmt, so reist man mit leichtem Gepäck viel leichter“, resümierte Schardt. Aber auch die schweren Gedanken lasse man besser zu Hause, um gemeinsam mit anderen Bikern einen Ausgleich zum Stress im Arbeitsleben zu suchen.

Den Song der Band Silbermond „Leichtes Gepäck“, die erzählen, dass man 99 Prozent seines Gepäcks nicht brauche, brachte er immer wieder in seine Predigt mit ein: „Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.“

Das Akustik-Rock-Pop-Duo „Resist“ mit Bernd Diehl und Patrick Steup umrahmte den Gottesdienst musikalisch mit rockiger Musik. Natürlich wurde auch der dem Motto angeglichene Song von Silbermond „Leichtes Gepäck“ direkt an die Predigt angeschlossen und somit das ausgegebene Motto auch musikalisch unterstützt. Zuvor konnten sich die Besucher schon an „Hotel California“ von den Eagles oder „Hallelujah“ von Leonard Cohen erfreuen. Weitere Songs wie „Born to Be Wild“ von Steppenwolf waren belebende Elemente, die den Gottesdienst bereichern und auflockerten.

Nach den Fürbitten richtete „Redrose“ Gertrud den Friedensgruß an alle Biker und verabschiedete sich in eine Reha in den weiten Norden. Die kurze Pause zwischen Gottesdienst und Ausfahrt nutzen viele Gäste, um sich an den aufgestellten Tischen und Bänken des FC Lauretta mit Würstchen, Frikadellen oder Bikerschwenker zu versorgen. Das schöne Wetter machte auch ein längeres Verweilen am schönen Naheufer möglich. Die Idee, einen Bikergottesdienst zu gestalten, kam von den Daalbach-Bikern. Die Motorradfahrer sind ein lockerer Stammtisch, der sich alle 14 Tage donnerstags in der Schleifer Stube in Tiefenstein ab 19.30 Uhr trifft, um Motorradtouren zu planen, „Benzingespräche“ zu führen und den Bikergottesdienst vorzubereiten. Unter der Führung von Road Capitain Benno Nürnberg ging es dann auf eine rund 30 Kilometer lange Ausfahrt, die wieder zurückführte.

Biker beten gemeinsam

Mittwoch, 22. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 15

Bikergottesdienst aus der Vogelperspektive: Rund 500 Besucher kamen am Montag nach Frauenberg. Foto: Hosser

Frauenberg. Der Bikergottesdienst in Frauenberg ist mittlerweile eine echte Institution. Rund 500 Biker und Bikerfreunde folgten an Pfingstmontag der Einladung und der Straße zum Sportplatz des FC Lauretta, um gemeinsam zu beten, zu singen und natürlich über ihre Leidenschaft zu sprechen. Von oben, aus der Drohnenperspektive, konnte man sehr gut sehen, wie viele Motorräder sich aneinanderreihten. Die gemeinsame Ausfahrt durfte als krönender Abschluss natürlich auch nicht fehlen. red

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Edelsteinmanufaktur ist ein gesundes Unternehmen

Samstag, 18. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 24

Zertifizierung mit Betriebsfest gefeiert

Von Stefan Conradt

Sandra di Toro (Bild oben, links), Leiterin Markt der AOK-Großregion Saarland/Rheinland-Pfalz, überreichte das Zertifikat „Gesundes Unternehmen“ an die Firmenchefs Kathrin und Bernd Stephan (2. und 3. von links). Ein Bestandteil der Zertifizierung: Bei Stephans gibt es kostenlos Tee und Wasser für die Belegschaft. Fotos: Nikola Krieger

 Frauenberg. Der Fachkräftemangel plagt viele Unternehmen. Die Edelsteinmanufaktur Stephan in Frauenberg geht schon lange spezielle Wege, holt schon seit den 1980er-Jahren Azubis und Mitarbeiter ohne Führerschein und ÖPNV-Anbindung mit derzeit 21 Firmenautos ab, bietet ihren 250 Mitarbeitern Sport- und Gesundheitskurse und seit Kurzem in Zusammenarbeit mit der „B-Site“ in Baumholder auch Jobräder an. Gerade das Gesundheitsangebot, das in den vergangenen Monaten weiter intensiviert wurde, war jetzt Anlass für eine Feier: die Übergabe des Bronze-Siegels als „gesundes Unternehmen“ durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

Dafür war eigens Sandra di Toro, Leiterin Markt in der Großregion Saarland/Rheinland-Pfalz, aus Trier angereist. Für die Zertifizierung müssen umfangreiche Voraussetzungen erfüllt werden, von der Arbeitsplatzsicherheit bis hin zu Sport- und Ernährungsangeboten, erläuterten di Toro und AOK-Firmenbetreuer Jochen Bier. So sind bei Stephans nicht nur zwölf ausgebildete Ersthelfer für medizinische Notfälle im Einsatz, sondern auch zwölf psychologisch geschulte Ersthelfer. Ihre Keimzelle hat die jetzige Gesundheits- und Sportoffensive im alljährlichen Wandertag, wenn sich die Belegschaft in einem Gasthof in der Region trifft, um von dort aus eine schöne Wanderstrecke unter die Stiefel zu nehmen, die Natur zu genießen und im Anschluss gut zu essen und zu trinken. Selbstverständlich werden dann alle Mitarbeiter mit Bussen Zuhause abgeholt und am Ende des Tages wieder abgesetzt. Inzwischen gibt es Lauf-, Pilates- und Yogakurse unter professioneller Anleitung, eine Kooperation mit dem Idarer TV, und die Firma zahlt den Eintritt für den Besuch des Idar-Obersteiner Hallenbads (vier Stunden pro Monat).

Bodyfit-Challenge läuft derzeit

Derzeit läuft eine besondere „Bodyfit-Challenge“ mit Ernährungsberatung und gesundem Essen. Bei Stephans gibt es täglich Frühstück und Mittagessen, zubereitet von einem fest angestellten Koch und kredenzt in der firmeneigenen Kantine. „Im Herbst steigen wir alle wieder auf die Waage und schauen, was es gebracht hat“, erklärt Geschäftsführerin Kathrin Stephan lachend, die natürlich selbst auch mitmacht. Auch Raucherentwöhnungskurse gab es schon. „Das ist natürlich alles freiwillig, keine Pflicht.“

Aus der Zertifikatsübergabe am Donnerstag wurde schließlich ein kleines Sommerfest (während der bezahlten Arbeitszeit), nicht zuletzt auch, weil Firmenchef Bernd Stephan an diesem Tag seinen Geburtstag feierte. Und da kommen traditionell die Eismacher der Idarer Venezia nach Frauenberg. Kurzerhand wurde auch noch der betriebseigene Foodtruck (mit professionellem Pizzaofen) aktiviert, der in der Coronazeit angeschafft wurde, um Frühstück und Mittagessen mit Abstand an der frischen Luft anbieten zu können.

Mitarbeiterzeitung vorgestellt

Jeder Mitarbeiter erhielt am Ehrentag des Chefs eine personalisierte Alu-Trinkflasche. Am Glücksrad konnte man schöne Gewinne mit nach Hause nehmen, bei den Schmuckstücken der Azubis aus dem Onlineshop gab es satte Rabatte, und am Foodtruck kredenzte Walter Knott, Leiter Personal und Organisation, mit einer Mitarbeiterin leckere alkoholfreie Cocktails. Und schließlich wurde beim Betriebsfest (in der Adventszeit gibt es in ähnlicher Form einen Weihnachtsmarkt für Mitarbeiter und Familienangehörige) auch die Erstausgabe der neuen Mitarbeiterzeitung vorgestellt.

„Uns ist es wichtig, dass sich alle Mitarbeiter gut kennen“, sagte Kathrin Stephan im Gespräch mit der Nahe-Zeitung – und das ist angesichts von 250 Bediensteten innerhalb der normalen Arbeitsabläufe nur schwerlich möglich: „Also treffen wir uns nach Feierabend beim Laufen, beim Yoga und bei was auch immer – das klappt super“, freut sich die Chefin. „Wir verbringen hier tagtäglich so viel Zeit miteinander, da ist es wichtig, dass wir gerne hier sind“, verrät Katrin Stephan einen weiteren Grund für das Engagement. Und natürlich die Mitarbeiterbindung und die Fachkräftegewinnung: Im Herbst werden es 19 Azubis sein, die sich am Fuße der Frauenburg in die vielfältigen Anforderungen und Berufsfelder der weltweit angesehenen Edelsteinmanufaktur hineinarbeiten werden. Damit möglichst viele bleiben, muss man was tun … Eine der Auszubildenden (damals im dritten Lehrjahr), Ronja Pieroth, hat im Jahr 2022 den ersten Platz beim Deutschen Nachwuchswettbewerb für Edelstein- und Schmuckgestaltung gewonnen. Darüber sind immer noch alle stolz in der Bahnhofsstraße in Frauenberg. Nachzulesen ist das übrigens auch in der neuen Mitarbeiterzeitschrift.

Karl Näher feiert den 100. Geburtstag

Mittwoch, 15. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 20

Landrat Miroslaw Kowalski (Mitte) überbrachte dem Jubilar Karl Näher die Glückwünsche von Malu Dreyer. VG-Bürgermeister Bernd Alsfasser (2. von links), der Beigeordnete Achim Bechtel (links) und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Thom (rechts) gehörten zu den Gratulanten. Foto: Gerhard Müller

Landrat Miroslaw Kowalski gratuliert

Frauenberg. Altbürgermeister Karl Näher, von 1957 bis 1960 Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Frauenberg, hat am Montag im Kreise seiner Familie seinen 100. Geburtstag gefeiert. Seine Tochter verriet, dass der fit gebliebene Jubilar sich jeden Mittag ein Gläschen Wein genehmigt. Der 100-Jährige sagte: „Zu einem guten Wein kann man alles essen.“ Zu den Gratulanten an diesem Tag zählten Landrat Miroslaw Kowalski, VG-Bürgermeister Bernd Alsfasser, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Thom sowie der erste Ortsbeigeordnete Achim Bechtel. gmü

Daalbachbiker laden nach Frauenberg ein

Dienstag, 14. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 19

Daalbachbiker laden nach Frauenberg ein

Bikergottesdienst an Pfingstmontag am Sportplatz des lokalen FC Lauretta

Der Gottesdienst für Motorradfahrer findet am Pfingstsonntag an der Sportstätte des FC Frauenberg statt. Foto: Gertrud Nürnberg

Frauenberg. „Mit leichtem Gepäck“ lautet das Thema des 18. Bikergottesdienstes der Daalbachbiker am Sportplatz in Frauenberg. Wie bereits in den vergangenen Jahren findet der Gottesdienst auf dem Sportplatz des FC Lauretta statt. Der Bikergottesdienst wird in jedem Jahr von den Daalbachbikern und der evangelischen Kirchengemeinde Reichenbach gemeinsam an Pfingstmontag, in diesem Jahr am 20. Mai, gefeiert. Beginn ist um 11 Uhr.

Mit leichtem Gepäck unterwegs sein, die schweren Gedanken abladen, gemeinsam mit anderen Bikern an verstorbene Biker denken, einen Ausgleich finden zum Stress im Arbeitsleben, im Alltag, gemeinsam die Motorräder bestaunen. Gleichzeitig werden Spenden für soziale Einrichtungen gesammelt. Die Motorradfreunde, Gemeindemitglieder und Freunde des Motorradsports treffen sich zu Gebet und Andacht. Bereits zum zweiten Mal werden Bernd Diehl und Patrick Steup, das Akustik Rock/Pop-Duo Resist, mit rockiger Musik den Bikergottesdienst bereichern.

Die Daalbachbiker sind ein lockerer Stammtisch. Sie treffen sich alle 14 Tage donnerstags in der Schleifer-Stube in Tiefenstein ab 19.30 Uhr, um Motorradtouren fürs Wochenende zu planen, Benzingespräche zu führen oder um einfach eine gute Zeit miteinander zu verbringen.

Da Pfarrer Lothar Hübner in den Ruhestand ging, konnte die Kirchengemeinde Diakon Oliver Schardt gewinnen, den Gottesdienst zu feiern und den Segen für die Biker und ihre Ausfahrten auszusprechen. Ein besonderes Gedenken gilt dabei auch den verstorbenen Bikern. Für das leibliche Wohl ist bestens durch den Sportverein Lauretta gesorgt. Fast alle Vorbereitungen für den Gottesdienst sind getroffen, kleine Pins als Mitbringsel sind eingetroffen, und die Daalbachbiker freuen sich auf viele Besucher bei hoffentlich tollem Wetter. Mit den Sponsorengeldern werden sie wieder soziale Einrichtungen unterstützen. Im vergangenen Jahr konnten die Jugendhilfegruppe in Niederwörresbach und die Notfallseelsorge mit einer Spende bedacht werden. gmü

Das Burgfest ist weiter ein Publikumsmagnet

Montag, 13. Mai 2024, Nahe-Zeitung, Seite 22

Das Burgfest ist weiter ein Publikumsmagnet

Von Gerhard Müller 

Mehr als 50 Tänzerinnen und Tänzer, zumeist Jugendliche, nutzten die grüne Tanzfläche, um einige Formationstänze hinzulegen. Foto: Gerhard Müller

Großer Andrang bei dem von den Nahetal-Musikanten ausgerichteten Fest in Frauenberg

Frauenberg. Auch in diesem Jahr war das von den Nahetal-Musikanten ausgerichtete Burgfest ein voller Erfolg. Allerdings dauerte es bis zur Mittagszeit, bis sich das Festgelände am idyllischen Naheufer füllte.

Bei perfektem Wanderwetter waren die 750 bereitgestellten Sitzplätze und Stehtische in den aufgebauten Zelten und auf dem Gelände am frühen Nachmittag nahezu alle besetzt. Um dem großen Ansturm gerecht zu werden, waren die Musiker die gesamte Woche im Einsatz.

Zum zehnjährigen Jubiläum auf dem Gelände des Angelsportvereins hatten sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht: Ein großes Beduinenzelt nutzten zunächst die Nahetal-Musikanten, um ihr abwechslungsreiches musikalisches Programm vorzutragen. Erstmals präsentierten sich die Musikerinnen und Musiker zusammen mit dem Musikverein (MV) Hettenrodt.

Musikalische Premiere

Vor einigen Wochen waren die beiden Formationen eine musikalische Kooperation eingegangen und erfreuten die Besucher nun gemeinsam mit Egerländer Musik, volkstümlicher Musik und moderner Blasmusik. Den musikalischen Part, auch das war eine Premiere, übernahm DJ Heiko Heinz nach den Nahetal-Musikanten. Auch er hatte seine Anlage im Beduinenzelt aufgebaut. Von Volksmusik über Schlager bis zu den jüngsten Hits war alles dabei.

Wurde anfangs die Rasenfläche im Zelt als Tanzparkett nur von einigen wenigen Solotänzern genutzt, füllte sich die Fläche dann zusehends. Letztendlich fanden sich mehr als 50 begeisterte Tänzer auf der grünen Tanzfläche ein, um einige Formationstänze hinzulegen. So verbreitete das Beduinenzelt nicht nur eine ganz besondere Atmosphäre, es diente auch als Tanzfläche. Unzählige kleine und auch größere Wandergruppen aus fast allen umliegenden Orten steuerten im Laufe des Nachmittags den Weg ans Naheufer an.

Auch viele ältere Gäste kamen mit dem Auto nach Frauenberg, um einen schönen Nachmittag zu erleben. Vom Wanderparkplatz bis zum Sportlerheim diente die rund einen Kilometer lange Bahnhofstraße als Parkplatz für unzählige Autos. So manche Zeltgarnituren waren im Laufe des Tages sogar bis zu dreimal belegt. Auch einige Radfahrer steuerten den Festplatz an, um etwas gute Laune zu tanken und sich zu stärken.

Besucher sind begeistert

Auch das 49. Burgfest zeigte sich als Publikumsmagnet, das VG-Bürgermeister Bernd Alsfasser treffend beschrieb: „eine Superveranstaltung“. Auch Landrat Miroslaw Kowalski, der zum ersten Mal dem Fest einen Besuch abstattete, war vom Festgelände, aber auch von der Atmosphäre begeistert. Man muss aber auch herausstellen, wie friedlich das Fest auch in diesem Jahr über die Bühne ging und nur gut gelaunte Menschen anzutreffen waren.

Einen weiteren positiven Effekt hatte das Burgfest: Mehr als 100 Gäste des Festes nutzten die Gelegenheit, die Frauenburg zu besuchen und bis zum Turm hinaufzusteigen. Dies hatte eine Gruppe jugendlicher Frauenberger, die ehrenamtlich die Beaufsichtigung sicherstellte, möglich gemacht.

Die Beliebtheit des Festes erreicht eine Größenordnung, die auch den Vorsitzenden Heiko Heinz ins Schwärmen brachte: „Der Andrang war auch in diesem Jahr überwältigend.“

Dadurch, dass die Ortsgemeinde für die Nahetalgemeinden wieder einen Shuttle-Service eingerichtet hatte, kamen nicht nur die Bewohner aus Reichenbach, Kronweiler, Nohen, Rimsberg und Sonnenberg in diesen Genuss. Gegen einen kleinen Obolus wurden auch Hammersteiner und Oberbrombacher nach Hause chauffiert. Schon jetzt freuen sich die Besucher darauf, was die Nahetal-Musikanten im nächsten Jahr auf die Beine stellen, wenn das 50. Burgfest am Naheufer gefeiert wird.

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