Zufallsfund aus 1974: Frauenberg: Mit aufstrebender Tendenz

Zufallsfund aus 1974:

Frauenberg: Mit aufstrebender Tendenz

MONTAG, 11. NOVEMBER 1974, Nahezeitung

Frauenberg: Mit aufstrebender Tendenz

Neubaugebiet als großes Vorhaben der Ortsgemeinde sichert günstige Entwicklung

vH- FRAUENBERG. Eine für den Baumholderer Verbandsbezirk (leider) wohl einmalige Entwicklung kennzeichnet (positiv) die Ortsgemeinde Frauenberg: Der Ort wächst, die Einwohnerzahl (derzeit um die 400) wird größer. Ermöglicht wird dies in Frauenberg, das auch durch seine geographische Lage (Nähe zur Stadt Idar-Oberstein) eine Besonderheit in der Verbandsgemeinde Baumholder darstellt, durch das große Neubaugebiet „Am Hang“, in dem insgesamt knapp 70 Bauplätze vorgesehen sind.

Die günstige Tendenz in dem Neubaugebiet (siehe hierzu auch den Bildtext) führt Ortsbürgermeister Robert Haag in erster Linie auf die neue L 176 (Straße Baumholder – Idar-Oberstein entlang des Truppenübungsplatzes) zurück: „Es sind jetzt schon Leute neu hier, die ohne die L 176 nicht gekommen wären.“ Diese neue Straße, die für die Bewohner der nahebei stehenden Häuser allerdings erhebliche Belästigungen durch nächtliches Gerassel von Panzerketten mit sich brachte, bietet Frauenberg statt der bisherigen wenig günstigen Verbindung über die alte Kreisstraße in Richtung Hammerstein jetzt eine zügige Verbindung nach Idar-Oberstein und Baumholder.

Die Zahl der Busverbindungen zu diesen Städten sähe Haag vor allem samstags gerne verstärkt.)

Zuordnung nicht strittig

Baumholder und Idar-Oberstein sind, so bestätigt Ortsbürgermeister Haag (60), als wir uns mit ihm über den von ihm seit nunmehr 13 Jahren (viermal einstimmige Wiederwahl) geleiteten Ort unterhielten, die beiden Bezugspunkte von Frauenberg, das außer durch seine geographische Lage auch durch die Ausrichtung der örtlichen Gewerbebetriebe (siehe den Bildtext hierzu) zwangsläufig eine engere wirtschaftliche und menschliche Verbindung zur Schmuckstadt Idar-Oberstein hat.

Die verwaltungsmäßige Zuteilung der Ortsgemeinde aber war — so bekräftigte Robert Haag, der die Geschicke des Ortes bedächtig, aber zielbewußt leitet – für Frauenberg bisher kein Diskussionsthema und braucht auch keines zu werden:

„Mit Baumholder und auch mit Birkenfeld sind wir zufrieden.“ Zur innerörtlichen Kommunalpolitik freut sich Haag daß es bisher ohne große Parteipolitik gegangen ist, und das wohl auch künftig die Zusammensetzung des Ortsparlaments durch Mehrheitswahl bestimmt wird.

Am Kanal mangelt es

Das bedeutet jedoch keinesfalls Desinteresse der Bürger am örtlichen Geschehen. Und auch in den Vereinen herrscht – bis auf den derzeit „schlafenden“ Gesangverein — reger Gemeinschaftsgeist, wie auch aus dem Text zum Bild vom Sportlerheim hervorgeht.

Eine weitere festgefügte Vereinigung ist die Feuerwehr. Für ihre entsprechende Ausstattung im Rahmen des örtlichen Bedarfs sorgte die Ortsgemeinde in den vergangenen Jahren. Kann hier die Verbandsgemeinde Baumholder mit Stichtag 1. 1. 1975 eine ausreichend ausgerüstete Wehr übernehmen, so bleibt von den anderen beiden Hauptsektoren der Aufgaben-Abnahme noch einiges zu tun: Die Wasserleitung von 1910, die heute mit Steinbach-Wasser ausreichend gefüllt ist, weist zwar noch gute Rohre auf, aber vor allem an der Kanalisation fehlt es noch. Nur ein Teil, des Ortes ist, Anfang der 50er Jahre mit heute überholten Dimensionen und fast nur für Oberflächenwasser versehen worden, und eine Kläranlage gibt es auch nicht. Haag: „Die Planung liegt schon seit einigen Jahren vor, aber das Geld fehlt,“

„Vernünftige Bürger“

Die künftige Entwicklung Frauenbergs (mit der Nahe als Grenze zu Sonnenberg-Winnenberg heute 150 Hektar groß nach Verlust von rund einem Drittel der Gemarkung durch den Truppenübungsplatz) sieht Ortsbürgermeister Haag nicht so sehr wie andere im Fremdenverkehr („Wenn, dann schon eher im Nah-Fremdenverkehr durch die von Land und Kreis großzügig instand gesetzte und heute wieder erreichbare Frauenburg.“) als vielmehr in den jetzigen und durch das Neubaugebiet kommenden Bürgern. In der Ortsgemeinde am Rande des Übungsplatzes und mit dessen üblichen Folgen („Es ist schon erfreulich, daß in den vergangenen Jahren die Durchfahrt der Kettenfahrzeuge abgenommen hat“) wohnen nach Ansicht des Ortsbürgermeisters hauptsächlich „gute Bürger, die auch bereit sind, für eine Maßnahme ihren Antell zu tragen — wenn sie überzeugt sind, bzw. überzeugt werden kön-nen, daß dadurch eine Verbesserung für alle erzielt wird“.

 

 

Weihnachtsüberraschung

Weihnachtsüberraschung

Kein Schlitten mit dem Rentier Rudolf und seiner rot glühende Nase glitt am Montagabend durch die Straßen von Frauenberg, vielmehr fuhr ein dickes rotes Feuerwehrauto mit blinkendem Blaulicht fast genau so leise an einzelnen Häusern vor. Am Steuer saß Santa Martin Lauer, der frischgewählte Chef der Frauenberger Feuerwehr und neben ihm Stellvertreter Santa Max Selzer. Die beiden chauffierten Mrs. Claus Melanie Lauer und Elfe Lea Lauer, die alle Aktiven und Alterskameraden der Feuerwehr mit einer netten Gabe beschenkten.

Eine wunderbare Überraschung!

Weihnachtsfeier der Frauenhilfe

Weihnachtsfeier der Frauenhilfe

Wie alle Jahre wieder kam zwar nicht das Christuskind, aber der traditionelle Weihnachts-Kaffeeklatsch der Frauenhilfe war ein toller Erfolg. Wie alle Jahre wieder hatte Beate Thom eine phantastische Dekoration zusammengestellt und gestiftet, und die Frauen vom Unterdorf hatten turnusgemäß leckeren Kuchen gebacken. Sybille Heiderich und Beate Essig lasen unterhaltsame und besinnliche Gedichte und Texte vor, Weihnachtslieder wurden gesungen, nach dem Kaffee wurde auch das eine oder andere auch Gläschen Wein oder Sekt genossen, und die Stimmung war bestens. (Rita Eckert, Fotos Rita Eckert)

 

 

Adventlicher Spaziergang und Krippenspiel

Ev. Kirchengemeinde Westrich-Nahe

Adventlicher Spaziergang und Krippenspiel

Am 4. Advent, 20.12.2025, um 16:00 Uhr lädt die Ev. Kirche Westrich-Nahe herzlich zu einem kleinen adventlichen Spaziergang durch Frauenberg ein.

Gemeinsam mit den Kindern der Krippenspielgruppe werden wir an drei Stationen die Weihnachtsgeschichte erleben. Hierzu treffen wir uns auf dem großen Parkplatz am Friedhof und spazieren gemeinsam bis zum Gemeindehaus.

Im Anschluss laden wir zum gemütlichen Verweilen bei einer Tasse Glühwein oder Kinderpunsch ein.

Bitte bringt kleine Laternen oder Taschenlampen und eine Tasse mit.

Westricher Rundschau, 47. Jahrgang, Mittwoch, den 17.12.2025, Seite 9

Weihnachtsfeier der Turner-Frauen

 

Diese Woche trafen sich die 22 Turner Frauen, nicht im Gemeinschaftshaus, um ihren Körper zu stählen, sondern um die Gesellschaft, ein Gläschen Sekt und ein wunderschönes Buffet zu genießen. Jede von ihnen hatte ihren Beitrag, zu den Köstlichkeiten geleistet. Nette Gespräche und die obligatorische, Runde Bingo sorgten dafür, dass es nicht langweilig wurde. (Rita Eckert, Fotos Rita Eckert)

 

 

Mar­tin Lauer ist neuer Wehr­füh­rer in Frau­en­berg 

Montag, 15. Dezember 2025, Nahe-Zeitung / Lokales

Mar­tin Lauer ist neuer Wehr­füh­rer in Frau­en­berg 

Von Ger­hard Mül­ler

Elf Brand­schüt­zer be­stim­men im drit­ten Wahl­gang Ma­xi­mi­li­an Sel­zer zum neuen Stell­ver­tre­ter

Frau­en­berg. Zwölf der 15 ak­ti­ven Feu­er­wehr­män­ner und -frau­en konn­te der schei­den­de Wehr­füh­rer Rene Risch neben dem stell­ver­tre­ten­den VG-Wehr­lei­ter Armin Schnei­der, VG-Wehr­lei­ter Marco Braun und dem Ers­ten Bei­ge­ord­ne­ten Rou­ven Hebel im Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus zur Wahl eines neuen Wehr­füh­rers be­grü­ßen. Für Risch, der aus be­ruf­li­chen und pri­va­ten Grün­den sein Amt nie­der­ge­legt hatte, war ein Nach­fol­ger zu wäh­len.

Marco Braun er­läu­ter­te kurz das Wahl­pro­ze­de­re, indem er her­aus­stell­te, dass ge­heim ge­wählt werde und ein Kan­di­dat mehr als 50 Pro­zent der ab­ge­ge­be­nen Stim­men auf sich ver­ei­ni­gen müsse. So schlug man aus den Rei­hend der Wehr Mar­tin Lauer für das Amt des Wehr­füh­rers vor. Unter der Lei­tung der Füh­rungs­rie­ge der VG-Feu­er­wehr wurde dann der Wahl­gang vollz­ogen. Bei elf Ja­-Stim­men und einem Wahl­zet­tel ohne Stimm­ab­ga­be, der als un­gül­tig ge­wer­tet wurde, konn­te Lauer im ers­ten Wahl­gang die er­for­der­li­che Mehr­heit auf sich ver­ei­nen.

Da Lauer bis­lang das Amt des stell­ver­tre­ten­den Wehr­füh­rers in­ne­hat­te, stand zudem die Wahl eines neuen Stell­ver­tre­ters an. Mit To­bi­as Mayer, Timo Pabel und Ma­xi­mi­li­an Sel­zer stell­ten sich gleich drei Kan­di­da­ten zur Wahl. Im ers­ten Wahl­gang er­hiel­ten Pabel und Sel­zer je­weils vier Stim­men, für Mayer vo­tier­ten drei Wahl­be­rech­tig­te, bei er­neut einer un­gül­ti­gen Stim­me.

So stand ein wei­te­rer Wahl­gang an, bei der Sel­zer fünf Stim­men, Mayer vier und Pabel zwei Stim­men auf sich ver­ei­ni­gen konn­ten. In der Stich­wahl wurde der Kan­di­dat mit den wenigsten Stim­men als Be­wer­ber ge­stri­chen. Im ent­schei­den­den drit­ten Wahl­gang er­reich­te Sel­zer die er­for­der­li­chen sechs Stim­men, wäh­rend Mayer vier Stim­men er­hielt. Zwei Stim­men waren un­gül­tig.

In ihr neues Amt wer­den die neuen Funk­ti­ons­trä­ger wäh­rend der Wehr­führ­er­dienst­be­spre­chung am 31. Ja­nu­ar kom­men­den Jah­res ein­ge­führt. Zum Ab­schluss der Wahl­ver­an­stal­tung be­dank­te sich Bei­ge­ord­ne­ter Rou­ven Hebel bei den ge­wähl­ten Feu­er­wehr­ka­me­ra­den, für ihre Be­reit­schaft, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

 

Unser Foto zeigt von links den Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Rouven Hebel (von links), den neuen Wehrführer Martin Lauer und seinen ebenfalls neu gewählten Stellvertreter Maximilian Selzer sowie den zurückgetretenen Wehrführer René Risch und Armin Schneider und Marco Braun von der VG-Wehrleitung. Foto: Gerhard Müller

Glühweintreff am 1. Advent

Glühweintreff am 1. Advent

Schon im dritten Jahr lockte der Glühweintreff am Abend des ersten Advent ab 17 Uhr viele Besucher an das Feuerwehrhaus. Diesmal hatte die Feuerwehr ein Zelt aufgestellt, und so konnte der anfängliche leichte Nieselregen die gute Stimmung nicht trüben. In fröhlicher Runde  netter Gesellschaft ließen viele sich den Glühwein, den alkoholfreien Punsch, den Amaretto-Kirsch oder auch kalte Getränke schmecken. Auch für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt, Würstchen oder Steaks vom Grill und frisch gebackene Waffeln ließen keine Wünsche offen.

Ein ganz großes Lob und Dankeschön auch diesmal wieder an die Organisatoren und Helfer, ohne die, wie auch in den letzten Jahren so ein toller Abend nicht hätte stattfinden können! (Rita Eckert)Der Weihnachtsbaum mit dem Briefkasten für Weihnachtswünsche (Foto Rita Eckert)

Beate Thom, Dalida Wild und Corinna Blügel waren wieder für den Glühwein und die weiteren warmen Getränke zuständig.(Foto Rita Eckert)

Chris Purper, Karla Röhrig, Kathlyn Little und Jana Kessler an der Waffelstation. (Foto Rita Eckert)

Björn Flottrong, Joschua Jung und Lea Kessler versorgten die Besucher mit kalten Getränken und warmen Snacks vom Grill. (Foto Rita Eckert)

Ein paar Unentwegte am späteren Abend, nach 22 Uhr, Steffi Bühl, Anke Schwarz, Karl-Heinz Thom, Ursula Heller und Andreas Schwarz (Foto Beate Thom)

 

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