Eheleute Kathrin und Bernd Stephan sind „Unternehmer des Jahres“

Im“ Heimatkalender 2026″ des Landkreises Birkenfeld wird in einem Artikel von Jörg Lindemann auf die Verleihung des Titels „Unternehmer des Jahres“ aus dem Jahr 2024 eingegangen. Gleichzeitig beleuchtet Jörg Lindemann ausführlich  die Geschichte der für die Gemeinde Frauenberg so wichtigen Firma und die Intensionen der Geschäftsführer, die schon über so viele Jahre den Erfolg garantierten.  Aus diesem Grund wird dieser Text hier veröffentlicht, denn das eigentliche Ereignis wurde bereits im Dezember 2024 auf der Homepage veröffentlicht – zusammen mit dem passenden Foto. (Rita Eckert)

 

Die „Unternehmer des Jahres“ der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück, Kathrin und Bernd Stephan, nahmen den mit 5.000 Euro dotierten Preis von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und dem Vorsitzenden Stefan Langendorf entgegen. Foto: Stefan Conradt

 

Eheleute Kathrin und Bernd Stephan sind „Unternehmer des Jahres“

Auf dem Wirtschaftstag der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück am 6. Dezember 2024 in der Messe Idar-Oberstein wurde das Unternehmer-Ehepaar Kathrin und Bernd Stephan als „Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis, mit 5.000 Euro dotiert, wurde überreicht von der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und dem Vorsitzenden der Regionalinitiative, Stefan Langenfeld. Kandidaten für den Unternehmerpreis der Regionalinitiative, zu denen Firmen und Institutionen aus den drei Landkreisen Birkenfeld, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen gehören, sind „Führungspersönlichkeiten, die in herausragender Weise in der Lage sind, Menschen zu begeistern und die langfristig unternehmerischen Erfolg haben“.

Die Regionalinitiative beschritt an ihrem Wirtschaftstag am Nikolaustag 2024 in zweierlei Hinsicht Neuland: Zum einen wurde erstmals eine Frau aus dem Kreis Birkenfeld (und zum zweiten Mal überhaupt) ausgezeichnet und zum anderen stellt auch die Auszeichnung eines Unternehmer-Ehepaares ein Novum dar. Aus dem Kreis Birkenfeld wurde die Ehre in der
17-jährigen Geschichte von „Unternehmer des Jahres“ bisher den Vorzeigeunternehmern Wolfgang Loch (2008), Ralph Effgen (2012), Achim Haupt (2014), Dr. Christoph Kaup (2018), Thomas Fritz (2020) und Hans-Jörg Platz (2021) zuteil.

Kathrin und Bernd Stephan beschäftigen etwa 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer in Frauenberg ansässigen Firma Herbert Stephan KG. Sie ist Weltmarktführerin bei Gemmen, geschnittenen und gravierten Achaten und ein „Branchenriese“ sowie Brötchengeber für viele Familien. Das Unternehmen ist mit der Firma Herbert Giloy & Söhne GmbH & Co. KG der mit Abstand größte Arbeitgeber der Schmuck- und Edelsteinindustrie im Kreis Birkenfeld.

Gegründet wurde das Familienunternehmen1932 von den Eheleuten Herbert und Gertrud Stephan, deren Sohn Klaus 1957 als damals 18-jähriger die Fabrik in Frauenberg eröffnete. Jahre des stetigen Wachstums folgten, in denen Klaus Stephan († 2020) gemeinsam mit seiner Frau Rosel die Firmengeschicke lenkte. Dabei trieben sie konsequent die Mechanisierung sämtlicher Arbeitsprozesse voran und eröffneten Ende der 90-erJahre noch eine Firmendependance in Sri Lanka. Im Jahre 1990 stieg der ältere Sohn Knut in die Firma ein und gehörte nach kurzer Zeit bereits der Geschäftsführung an, zu der sein jüngerer Bruder Bernd im Jahre 2004 hinzustieß. Knut Stephan wiederum schied im Jahre 2012 aus der Stephan KG aus, die seither in der dritten Generation von Bernd Stephan und seiner Frau Kathrin geführt wird. Kennengerlernt haben sich beide während ihres gemeinsamen Studiums, wobei Kathrin Stephan vor ihrem Einstieg in das Frauenberger Unternehmen in der Personalentwicklung der Deutschen Lufthansa tätig war.

Das besondere Augenmerk des Unternehmens liegt heutzutage auf der präzisen seriellen Fertigung von Edelsteinen in hohen Stückzahlen – die Firma Herbert Stephan KG schleift und poliert mehr als 1,5 Millionen Steine innerhalb eines Jahres. Diese außergewöhnliche Leistungsfähigkeit beruht ganz entscheidend auf der Tatsache, dass auch das Rohmaterial für die Achatkameen und verwandte Produkte aus Achat im Hause der Firma entsteht. Hierzu verbindet man traditionelle, über Generationen hinweg überlieferte Achat-Färberezepte mit modernster Technik. Zugute kam dem Unternehmen hierbei, dass bedeutende alteingesessene Konkurrenten bzw. Mitbewerber in diesem Bereich nach der Jahrtausendwende ihren Betrieb aufgegeben haben und mit ihrem Firmen-Know-how, den Mitarbeitern, ihren Maschinen, Geräten und Produkten sowie dem Kundenstamm im Wege des Firmenkaufs übernommen werden konnten.

Bedingt durch eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte und Fertigungstechniken entwickelte sich nach und nach ein eigener Maschinenbau und eine eigene Software-entwicklung im Hause, womit man in diesen kostenintensiven Bereichen nahezu autark und nicht bzw., nur unwesentlich auf Fremdanbieter oder externe Dienstleister angewiesen ist.

Dabei setzen Kathrin und Bernd Stephan ganz bewusst auf eine ausgewogene Kombination von traditionellen Handwerkstechniken mit dem Einsatz von computergestützten Hightech-Maschinen. Es gehört ferner zur Firmenphilosophie, dass alle erforderlichen Arbeitsschritte „von A bis Z“ unter einem Dach erfolgen können. Und so verwundert es nicht, dass in der Herbert Stephan KG alle Berufe entlang der Wertschöpfungskette vertreten sind – zum Beispiel Edelsteinschleifer, Edelsteingraveur, Stahlgraveur, Goldschmied, Schmuckdesigner, Industrie- und Zerspanungsmechaniker und die wichtigsten kaufmännischen Berufe. Ein Großteil der Entwicklung neuer innovativer Produkte erfolgt dabei in engem Kontakt und einem ständigen Dialog, das heißt „Hand in Hand“ mit den zumeist langjährigen Kunden, die insbesondere die hohe Flexibilität, kompromisslose Präzision und Perfektion bei den Produkten, kurze Lieferzeiten und das unkomplizierte Miteinander mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern schätzen. Heutzutage generiert das Unternehmen fast 100 Prozent des Umsatzes im Ausland und allein 75 Prozent davon im französischen Sprachraum sowie knapp 25 Prozent in den USA. Noch vor wenigen Jahren dominierte hier das Geschäft mit Steinen für sogenannte Schulringe, die Absolventen traditionsgemäß am Ende ihrer Ausbildung erhalten. Nachdem dieser Bereich jedoch an Bedeutung verlor, gelang es der Geschäftsleitung in zunehmendem Maße, Marktanteile im Luxusgüterbereich zu erschließen. Auf den Kundenlisten finden sich die klangvollsten und renommiertesten New Yorker und Pariser Top-Branchenadressen – ebenso wie insbesondere die bekanntesten Luxusmarken der Welt. Luxus-Accessoires, Uhren- und Schreibgeräteteile runden die Produktpalette ab.

Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg war und ist bei alledem ein menschlicher und fürsorglicher Umgang mit „dem größten Firmenkapital“, wie es Kathrin und Bernd Stephan nennen: „Nur mit zufriedenen und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit ihrem Arbeitgeber und den Produkten identifizieren, lassen sich die Spitzenleistungen erzielen, die heute die überaus anspruchsvollen und qualitätsbewussten Kunden weltweit verlangen.“

Zu dieser großen Wertschätzung passt auch, Der dass das bereits erwähnte Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, welches mit der Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ verbunden ist, für eine firmeninterne Ausschreibung zur Verfügung gestellt wurde, bei der letztlich zehn ausgewählte Mitarbeiter/innen, die selbst Vereinsarbeit leisten, jeweils 500 Euro für soziale Zwecke bzw. Projekte ihres Vereins erhielten.

Die an Bernd und Kathrin Stephan gerichteten Fragen nach den Herausforderungen der Zukunft, ihren Visionen und Zielen werden zuallererst mit einem klaren Bekenntnis zum Standort beantwortet: „Wir möchten gerne die Idar-Obersteiner Traditionen bewahren und pflegen, wobei die überlieferten Handwerkskünste heutzutage zwingend mit den computergestützten Hightech-Fertigungsverfahren kombiniert werden müssen. Ohne diese Kombination wäre eine qualitativ perfekte und auch wirtschaftlich effiziente Produktion nicht möglich. Es ist zudem wichtig, dass gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung des Standortes

unternommen werden und das Image unserer großartigen Branche aufpoliert wird. Da unser Unternehmen eine Vielzahl hervorragend ausgebildeter Fachleute beschäftigt, steht deren Aus- und Weiterbildung ebenso wie die Gewinnung geeigneter Nachwuchskräfte auf unserer Prioritätenliste ganz weit oben. Große Bedeutung haben für uns auch die Erschließung neuer Märkte und die Sicherung unserer Konkurrenzfähigkeit in den von uns bereits bearbeiteten Märkten. Um diese Ziele zu erreichen, sind Messeteilnahmen auf den bedeutendsten Branchenmessen wie zum Beispiel in Tucson/Arizona und Hongkong für uns unverzichtbar.“

Fernab aller geschäftlichen Herausforderungen genießen Kathrin und Bernd Stephan das Familienleben mit ihren drei Kindern im Alter von 14, 18 und 20 Jahren, was ihnen den so wichtigen Ausgleich zum beruflichen Alltag verschafft. Beide engagieren sich zudem ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen der Region.

Heimatkalender beglückwünscht Kathrin und Bernd Stephan zur Auszeichnung als „Unternehmer des Jahres“.

Quelle: Verf. Jörg Lindemann, in „Heimatkalender 2026″, Hrsg Kreisverwaltung Birkenfeld, Schneewiesenstraße 25, 55765 Birkenfeld, Seiten 303-305

 

Frauenhilfe Frauenberg 06.11.2025, Die Pflegeversicherung 

Frauenhilfe Frauenberg 06.11.2025

Die Pflegeversicherung 

Herr Matthias Berend vom Pflegestützpunkte Birkenfeld/Baumholder hielt einen sehr interessanten Powerpoint-Vortrag über die Arbeit der verschiedenen Stützpunkte im Kreis Birkenfeld,

Allerdings dient deren Arbeit allein den gesetzlich Versicherten. Für privat Versicherte ist „Compass“ zuständig, und hier die Mitarbeiterin Annette Gundert aus Schwerbach.

Sein Vortrag über die Pflege deckte die folgenden Bereiche ab:

  1. Aufgaben der PSP
  2. Vernetzung (mit Krankenhaus und Pflegeheim, Sozialdiensten und Pflegediensten)
  3. Einstufungsverfahren
  4. Die Begutachtung (der neue Pflegebedürftigkeitbegriff und das neue Begutachtungs-Verfahren)
  5. Die Bewertungssystematik (5 Grade der Pflegebedürftigkeit = Pflegegrade)
  6. Die Leistungen der Pflegeversicherung
    Pflegegeld,
    Sach-und Kombinationsleistung, (Tages-und Nachtpflege)
    Entlastungsleistung
    Kurzzeitpflege (stationär)
    Verhinderunspflege (ambulant)
    Vollstationäre Versorgung
  7. Entlastung Möglichkeiten bei häuslicher Pflege
  8. Weitere Leistungen-Pflegezeit B.
    Pflege Unterstützunggeld  (zahlt die Pflegeversicherung)
    Pflegeheim
    Familiengeld
    Begleitung in der letzten Lebensphase
    Zuschuss zum Hausnotruf
    Aufwendung, Google zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel
    Wohnraumanpassung
    Wohngruppenzuschlag

Sein abschließender Rat zu diesem sehr komplexen Thema war:

„Sie nehmen heute Abend sehr viel mit, wenn etwas ist, rufen Sie uns an.“

Folgende Adressen (Flyer) helfen bei der Suche nach PSPs im Kreis Birkenfeld:

Pflegestützpunkt Birkenfeld u Baumholder 

Ihre Ansprechpartner*innen vor Ort

Pflegestutzpunkt Birkenfeld/Baumholder

Schönenwaldstr. 1, 55765 Birkenfeld

Beratungsgebiet:

VG Baumholder, VG Birkenfeld

Fax: 06782-98486-14

Stephanie Becker: Tel.: 06782-98486-13, stephanie.becker@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Matthias Berend: Tel.: 06782-98486-12, matthias.berend@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Pflegestützpunkt Idar-Oberstein

Tiefensteiner Straße 159, 55743 Idar-Oberstein

Beratungsgebiet:

Idar-Oberstein

Fax: 06781-5636-34

Stephanie Becker: Tel.: 06781-5636-32, stephanie.becker@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Annette Reinhard: Tel.: 06781-5636-33, annette.reinhard@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Rufen Sie uns gerne an und vereinbaren Sie mit uns einen Termin. Weitere Infos unter:

www.pflegestuetzpunkte-rlp.de

Pflegestützpunkt Herrstein/Rhaunen

Brühlstraße 16, 55756 Herrstein

Beratungsgebiet:

VG Herrstein/ Rhaunen

Fax: 06785-99959-02

Ramona Waizenhöfer: Tel.: 06785-99959-01, ramona.waizenhoefer@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Kerstin Hartmann: Tel.: 06785-99959-00, kerstin.hartmann@pflegestuetzpunkte-rlp.de

 

Infoblatt:

Abrechnung der zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen (131,- Euro/Monat, Ansparung) über etablierte Pflegedienste:

  1.   PD Gebhardt, Baumholder, Tel.: 06783-18550310
  2.   PD Manuela Britzius, BIR, Tel.: 06782-9833833
  3.   Kirchliche Sozialstation, BIR, Tel.: 06782-981250
  4.   Alma Dahemm, Hahnweiler, Tel.: 0160-90202562, 06789-2200052, Fax: 06789-2200039
  5.   Familienpflegedienst Annika Koch, Nohfelden-Türkismühle, Tel.:
    0 68 73 / 667 98 59, Fax: 0 68 73 / 667 98 58
  6.   PflegeAmbulanz Nahe GBR, Sandra Kittel, Tel. 06782/9888727, Fax. 06782/9888728.

oder Leistungserbringer, die über die ADD eine Zulassung haben:

  1.   SOS Dienstleistungen, I.-O., Tel.: 06752-720 21 87
  2.   DRK, I.-O., Tel.: 06781-506015
  3.   AWO, I.-0., Tel.: 06781-668881 oder 0162-8986849
  4.   Die Alltagsbegleiter, Tel.: 06381-99 65 556
  5.   Betreuungs- & Entlastungsdienst Koch, Nohfelden-Türkismühle, Tel.: 06852-4859930 oder 0179-2548894, Fax: 06852-4859929
  6.   A&H Alltagshelfer, Tel.: 0176-77 99 50 76
  7.   Mobiler Home Service Nadja Rigert, Birkenfeld
    Tel.: 0178-60 87 588

Infoblatt:

Pflege-grad Geldleist-ung

(Pflege-geld)

Monat-lich

Sachleistung

(Pfl.sachlstg)

monatlich

amb. Pflegedienst

Tagespflege (TP)

Beeinträchti-gung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten nach Modulen 1-5 Voll-statio-näre

Pflege

Kurzzeit-pflege

und

Verhinderungs-pflege

Beratungs-Pflege § 37.3
Nutzung der Betreuungslstg.

möglich

12,5 bis unter 27 Punkte (geringe Beeinträchtigung) 131 € kann auf Wunsch abgerufen werden
2 347 € PSL: 796 €

TP: 721 €

27 bis unter 47,5 Punkte (erhebliche Beeinträchtigung) 805 € 1.854 € KZP/Jahr

1.685 € VHP/Jahr

alle

6 Monate

3 599 € PSL: 1.497 €

TP: 1.357 €

47,5 bis unter 70 Punkte (schwere Beeinträchtigung) 1.319 € 1.854 € KZP/Jahr

1.685 € VHP/Jahr

Pflegeversicherung trägt die Kosten

alle

4 800 € PSL: 1.859 €

TP: 1.685 €

70 bis unter 90 Punkte

(schwerste Beeinträchtigung)

1.855 € 1.854 € KZP/Jahr

1.685 € VHP/Jahr

5 990 € PSL: 2.299 €

TP: 2.085 €

90 bis 100 Punkte

(schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen)

2.096 € 1.854 € KZP/Jahr

1.685 € VHP/Jahr

3 Monate

Anspruch auf zusätzliche Betreuungs – und Entlastungsleistungen (§ 45b) für alle Pflegebedürftige 131 €/Mon

Info zur Verhinderungspflege:

tageweise / stundenweise mögl.

– Vorpflegezeiten entfallen ab dem 01.07.2025

Stand Jan. 2025

Die Leistungen der KZP können vollständig in Leistungen der VHP umgewandelt werden.

Weitere Leistungen und Informationen:

Bei Krankenhausaufenthalt wird die Pflegegeldzahlung nach 28 Tagen gestoppt, nach Entlassung in jedem Fall

Nachricht an die Pflegekasse geben!

Während der Inanspruchnahme von Leistungen der Verhinderungspflege- oder Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld zur Hälfte des zuvor gezahlten Pflegegeldes für bis zu & Wochen je Kalenderjahr weitergezahlt.

Aufwendungen zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel monatlich max. 42 € monatl.

Technische Pflegehilfsmittel (§40 ||| SGB XI) eigene Zuzahlung von 10% jedoch max. 25,- pro technischem Pflegehilfsmittel

Zuschuss zu Hausnotrufgerät: 25,50 Euro monatl. (nicht alle Kassen; unter bestimmten Voraussetzungen; Antrag stellen)

Wohnraumanpassung: (§ 40 IV SGB XI) Zuschüsse in Höhe von 4.180 € je Maßnahme

Wohngruppenzuschlag: 224 € / Mon

Alle Angaben ohne Gewähr!!!!

Stand Jan. 2025

(Rita Eckert, Fotos Rita Eckert)

Martinsumzug am 07.11.

Martinsumzug am 07.11.

Der Martinsumzug findet in diesem Jahr am 07. November statt. Er startet um 18:00 Uhr an der Kreuzung Ringstraße/Im Birkenwald. Mit einigen Zwischenstopps zum Singen der Martinslieder führt der Umzug bis ans Gemeindehaus.

Am Gemeindehaus gibt es Leckeres vom Grill, Glühweine und Getränke. Zudem erhaltet Ihr dort die Weckmänner.

Auf Euer Kommen freut sich die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Feuerwehrgedankens der Freiwilligen Feuerwehr Frauenberg e. V.

Westricher Rundschau, 47. Jahrgang, Mittwoch, den 22. Oktober 2025 Ausgabe 43/2025 Seite 8

 

Ge­schichts­un­ter­richt und Gra­tu­la­tio­nen in Son­nen­berg 

Ge­schichts­un­ter­richt und Gra­tu­la­tio­nen in Son­nen­berg

Von Ger­hard Mül­ler

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Mit einem Blumenstrauß wurde die 92-jährige Elli Bach aus Sonnenberg als älteste Teilnehmerin geehrt. Foto: Gerhard Müller

Se­nio­ren­nach­mit­tag kam gut an – Ru­del­sin­gen macht schnell die Runde

Frau­en­berg/Son­nen­berg. Mit den ers­ten Son­nen­strah­len, zu denen be­reits alle Hel­fer auf den Bei­nen waren, ver­flo­gen die Be­den­ken bei Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Thom, einen rei­bungs­lo­sen Ab­lauf des Se­nio­ren­nach­mit­tags hin­zu­be­kom­men. Schon vor 14 Uhr be­grü­ß­ten junge, gut ge­laun­te Hel­fer die ers­ten Se­nio­ren mit einem Glas Sekt.
Thom er­öff­ne­te den Se­nio­ren­nach­mit­tag im fest­lich ge­schmück­ten Saal mit einer lau­ni­gen An­spra­che und be­dank­te sich bei den vie­len flei­ßi­gen Hel­fern, die eine sol­che Ver­an­stal­tung erst er­mög­lich­ten. Dann gab der Orts­chef etwas Ge­schichts­un­ter­richt, indem er die Ent­ste­hung von Son­nen­berg er­läu­ter­te. So sind im Mit­tel­al­ter 1332 nach einer ka­ta­stro­pha­len Über­schwem­mung die Be­woh­ner des da­ma­li­gen Tal-Frau­en­bergs auf die Höhe bei­der Sei­ten der Nahe ge­zo­gen. Er sei immer wie­der nei­disch auf die frühe son­ni­ge Seite von Son­nen­berg und den Blick auf die Frau­en­burg, der nur den Son­nen­ber­gern ver­gönnt sei. Aber: Frau­en­berg habe doch auch seine be­son­de­ren Reize, daher habe er nie an einen Wech­sel auf die an­de­re Na­he­sei­te ge­dacht.
Den je­weils jüngs­ten und äl­tes­ten Se­nio­ren über­reich­te Karl-Heinz Thom einen Blu­men­strauß be­zie­hungs­wei­se ein Wein­prä­sent und gra­tu­lier­te einer Son­nen­ber­ger Se­nio­rin mit einem Blu­men­strauß zum Ge­burts­tag. Bei Kaf­fee und selbst ge­ba­cke­nem Ku­chen nutz­ten die Gäste die Ge­le­gen­heit, sich zu un­ter­hal­ten.
Nach der Pause er­läu­ter­te Thom, was er unter „Ru­del­sin­gen“ ver­ste­he. Da Sin­gen nicht sein Ding sei, über­re­de­te er Rita Eckert, ihm zu as­sis­tie­ren. Zu­sätz­lich half der Vor­sit­zen­de der Na­he­tal-Mu­si­kan­ten, Heiko Heinz, mit sei­ner pro­fes­sio­nel­len Ge­sangs­an­la­ge aus. Schon bald be­gann der ge­sam­te Saal zu be­kann­ten Lie­dern zu schun­keln.
Nach einer Stär­kung mit be­leg­ten Bro­ten folg­te eine be­son­de­re Ein­la­ge. Der in Frau­en­berg an­säs­si­ge Tanz­kurs der Kreis­volks­hoch­schu­le, in dem sich junge und äl­te­re Se­nio­ren re­gel­mä­ßig zur Musik be­we­gen, wagte einen ers­ten Auf­tritt in der Öf­fent­lich­keit. Die Lei­te­rin der Kurse, Sa­bi­ne Geis­ler aus Frau­en­berg, stell­te auf der Bühne ihre Tän­zer vor. Als die ers­ten Tanz­schrit­te nicht ak­ku­rat pass­ten, griff Geis­ler mit lau­ten Kom­man­dos ein und brach­te die Rei­hen wie­der Ord­nung. Thoms Kom­men­tar: „Das er­in­nert mich an meine For­mal­aus­bil­dung bei der Bun­des­wehr.“ Da­nach zeig­ten die Se­nio­ren, dass es ihnen sicht­lich Spaß macht, sich mit sport­li­chen Rhyth­men fit zu hal­ten. Die Trup­pe wurde da­nach mit gro­ßem Bei­fall ver­ab­schie­det.
Nun be­rich­te­te Thom von einem Tref­fen mit dem be­kann­ten Saar­län­der Heinz Be­cker in Ber­lin, den er über­re­den konn­te, im rhein­land-pfäl­zi­schen Frau­en­berg auf­zu­tre­ten. Was dann folg­te, war ein Auf­tritt des ty­pi­schen Saar­län­ders, dar­ge­stellt von Pa­trick Kiel­bur­ger. Eine An­ek­do­te folg­te der an­de­ren, was immer wie­der durch zwi­schen­zeit­li­chen Ap­plaus ge­fei­ert wurde. Viele Se­nio­ren be­dank­ten sich zum Ab­schluss per­sön­lich beim Orts­bür­ger­meis­ter und sei­nen Hel­fern für den sehr ge­lun­ge­nen Se­nio­ren­nach­mit­tag der bei­den Orts­ge­mein­den.

Auch über Neu­an­schaf­fun­gen und Män­gel an Spiel­platz­ge­rä­ten wurde dis­ku­tiert 

Frau­en­berg. Zur jüngs­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung konn­te Orts­bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Thom alle Mit­glie­der des Frau­en­ber­ger Rats be­grü­ßen. Als Ers­tes galt es, dar­über ab­zu­stim­men, ob die Ge­mein­de einem For­de­rungs­pa­pier zu­stimmt, worin eine Ver­bes­se­rung der Fi­nanz­si­tua­ti­on, der Abbau un­nö­ti­ger Bü­ro­kra­tie, die Ent­las­tung des Eh­ren­am­tes sowie die Rück­ge­win­nung kom­mu­na­ler Pla­nungs­ho­heit ge­for­dert wird. Die­ses For­de­rungs­pa­pier soll im No­vem­ber dem Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Alex­an­der Schweit­zer über­ge­ben wer­den. Der Rat stimm­te dem ein­heit­lich zu.

Beim Thema öf­fent­li­cher Nah­ver­kehr wur­den immer wie­der Kla­gen laut, dass es für die Busse kein Durch­kom­men gebe, wenn Lkw in der Haupt­stra­ße par­ken wür­den. Es habe schon Un­fäl­le ge­ge­ben, die gro­ßen Busse wür­den Geh­stei­ge und Ge­län­der be­schä­di­gen, da die Fah­rer zum Teil un­er­fah­ren seien. Thom be­rich­te­te über das Er­geb­nis einer Orts­be­ge­hung mit einem Sach­be­ar­bei­ter der Ver­bands­ge­mein­de, in der zahl­rei­che Schä­den im Stra­ßen­be­lag, im Ka­nal­sys­tem und in einem Ge­län­der fest­ge­stellt wur­den.

In den Mit­tei­lun­gen ging Thom auf For­de­run­gen von Hun­de­be­sit­zern ein, die im Neu­bau­ge­biet einen Hun­de­kot­beu­tel­spen­der for­der­ten. Der Rat lehn­te dies aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den ab. Wei­ter in­for­mier­te Thom über die Kos­ten der Pfle­ge der Grün­an­la­gen, die sich zur­zeit auf einen Be­trag von 13.300 Euro be­lau­fen. Der An­strich der Fried­hofs­hal­le habe wie ein­ge­plant 2500 Euro und die Re­stau­rie­rung des höl­zer­nen Orts­schil­des 400 Euro ge­kos­tet. Im nächs­ten Punkt ging es um das Er­geb­nis der Spiel­platz­prü­fung. Es wur­den vom Prü­fer er­heb­li­che Män­gel be­an­stan­det, die zum Teil auch für Kin­der Ge­fah­ren dar­stel­len. Des­halb habe Thom so­fort eine Rut­sche sper­ren las­sen und die not­wen­di­gen Re­pa­ra­tu­ren an­ge­ord­net. Thom bat hier um Ver­ständ­nis.

Im nicht öf­fent­li­chen Teil be­rich­te­te Karl-Heinz Thom dann noch über das Er­geb­nis einer Be­triebs­prü­fung zum So­zi­al­ge­setz­buch. In den Ver­trä­gen der Be­schäf­tig­ten der Ge­mein­de sind Kor­rek­tu­ren not­wen­dig, die aber keine Aus­wir­kun­gen auf die Be­zah­lung haben.

 

Es wur­den er­neut Kla­gen laut, dass es für die Busse oft kein Durch­kom­men gebe, wenn Lkw in der Haupt­stra­ße par­ken oder an der Bus­hal­te­stel­le in der Orts­mit­te (Foto) an­hal­ten. Es habe schon Un­fäl­le ge­ge­ben, als die gro­ßen Busse Geh­stei­ge und Ge­län­der be­schä­digt hät­ten, da die Fah­rer zum Teil un­er­fah­ren seien. Foto: Ger­hard Mül­ler

 

Ein span­nen­der Blick in den „Sumpf der Un­mo­ral“ 

Dienstag, 30. September 2025, Nahe-Zeitung / Lokales

Von Ger­hard Mül­ler

Das Filmplakat zu dem Film „Küsse, die töten – Eva ein Mädchen aus Baumholder“ hatte 1958 in Wiesbaden Premiere. Foto: Gerhard Müller

Film­pla­kat eines deut­schen Film­me­lo­drams aus den spä­ten 1950er-Jah­ren ent­deckt 

Baum­hol­der. Un­längst ist Thors­ten Ben­zel, Lei­ter der Frau­en­ber­ger Wer­be­agen­tur Krea­ti­ve Me­di­en, auf ein ganz au­ßer­ge­wöhn­li­ches Film­pla­kat ge­sto­ßen. Der lei­den­schaft­li­che Samm­ler von Film­pla­ka­ten ist auf die An­kün­di­gung die­ses deut­schen Film­me­lo­drams aus dem Jahre 1958 ge­sto­ßen.

Film­mu­sik von John Paris

Das Pla­kat mit dem Titel „Küsse, die töten – Eva ein Mäd­chen aus Baum­hol­der“ wirbt mit einem, in einen roten Bi­ki­ni ge­klei­de­tes Mäd­chen mit einer Zi­ga­ret­te in der Hand für den Film. Im Hin­ter­grund ist eine Bar an­ge­deu­tet, vor der ein US-Sol­dat unter einer La­ter­ne ein, ver­mut­lich deut­sches Mäd­chen küsst. Groß im Hin­ter­grund ist eine junge far­bi­ge Frau mit schi­cken Ohr­rin­gen ab­ge­bil­det. Mit He­lia­ne Bei, Su­san­ne Kraetsch, Chris van Loo­sen, Heinz Schor­lem­mer, Rick Passé und An­ge­la Grant sind auch die Schau­spie­ler auf­ge­lis­tet. Regie führ­te Peter Jakob und als Ka­me­ra­mann wird Her­bert Thall­may­er be­nannt. Für die Film­mu­sik war John Paris zu­stän­dig.

Pro­du­ziert wurde der Strei­fen 1958 vom CEO Son­der­film, der auch für die Ver­lei­hung zu­stän­dig war. Pre­mie­re hatte der Film am 4. Sep­tem­ber 1958 in Wies­ba­den. In einem wei­te­ren Pla­kat ist ein Zei­tungs­aus­schnitt mit der Über­schrift Alarm bei In­ter­pool, Großfahn­dung un­ge­schmink­te Tat­sa­chen un­se­rer Zeit, über die man spre­chen soll­te, zu sehen. In die­sem Ar­ti­kel ist zu lesen, dass 70 Damen im Alter von 16 bis 30 Jah­ren der Sit­ten­po­li­zei ins Netz gin­gen. Der wei­te­re Text ist al­ler­dings dann nicht zu ent­zif­fern. Quer über diese Seite sind drei Hin­weis­tex­te zu ab­ge­druckt: „Junge Men­schen in Ge­fahr“, „El­tern und Er­zie­her warnt euere Töch­ter“ und der Hin­weis „Der ak­tu­ells­te Auf­klä­rungs­film un­se­rer Zeit“.

In einem wei­te­ren Pres­se­ar­ti­kel vom 20. April 1958, Baum­hol­der (Pfalz) steht zu lesen: „Ein Mäd­chen­han­del grö­ße­ren Aus­ma­ßes rollt vor un­se­ren Augen in un­se­rem ei­ge­nen Lande ab. Die Ware sind nicht blon­de, weiße Frau­en, die in den Harem der ara­bi­schen Welt ver­kauft wer­den und deren Schick­sal den Bun­des­bür­gern seit Jah­ren er­schüt­tert. Es sind Hun­der­te von dum­men, klei­nen Mäd­chen, die von ge­ris­se­nen Agen­ten ge­kö­dert und in die Gar­ni­sons­städ­te der Ame­ri­ka­ner in der Pfalz ver­frach­tet wer­den.“

Kann sich je­mand an Film er­in­nern?

Für den bis­he­ri­gen Re­gie­as­sis­ten­ten Peter Jacob be­deu­te­te „Küsse, die töten“ die ein­zi­ge Film­re­gie. Nach die­sem Kas­sen- wie Kri­ti­ker­flop ver­schwand er aus dem Blick­feld der Öf­fent­lich­keit. Die da­mals 22-jäh­ri­ge Su­san­ne Kraetsch spiel­te, die an­schlie­ßend unter dem Künst­ler­na­men Su­san­ne Korda film­te, gab bei die­sem Film ihren Ein­stand vor einer Film­ka­me­ra. Der 77-mi­nü­ti­ge Strei­fen soll davor war­nen, dass Mäd­chen und junge Frau­en von halb­sei­de­nen Ver­tre­tern des gro­ß­städ­ti­schen Mi­lieus ver­führt und als Bar­mäd­chen in den „Sumpf der Un­mo­ral“ her­ab­ge­zo­gen wer­den. Es wäre in­ter­es­sant zu er­fah­ren, ob der Film je­mals in Baum­hol­der auf­ge­führt wurde und ob sich je­mand an die­sen Film er­in­nern kann.

 

Feu­er­wehr­nach­wuchs übt Ein­satz bei Ge­bäu­de­brand 

Montag, 29. September 2025, Nahe-Zeitung / Lokales

Feu­er­wehr­nach­wuchs übt Ein­satz bei Ge­bäu­de­brand 

Von Ben­ja­min Werle

GALERIE

Konzentriert am Werk waren die Nachwuchskräfte bei der gemeinsamen Abschlussübung in Frauenberg im Rahmen des ersten landesweiten Übungstages für Brand- und Katastrophenschutz. Fotos: Benjamin Werle

In Frau­en­berg hieß es „Was­ser marsch“ für die Ju­gend­feu­er­wehr wäh­rend des lan­des­wei­ten Übungs­tags für den Brand- und Ka­ta­stro­phen­schutz 

Frau­en­berg. Der Feu­er­wehr­nach­wuchs in der Ver­bands­ge­mein­de Baum­hol­der stell­te bei einer ge­mein­sa­men Ab­schluss­übung im Rah­men des ers­ten lan­des­wei­ten Übungs­tags für den Brand- und Ka­ta­stro­phen­schutz am Sams­tag auf dem Ge­län­de der Firma Her­bert Ste­phan sein Leis­tungs­ver­mö­gen unter Be­weis.

„Alle waren kon­zen­triert bei der Sache“, at­tes­tier­te VG-Wehr­lei­ter Marco Braun zu­frie­den, der den Übungs­ein­satz be­gut­ach­te­te. Rund 40 Ju­gend­li­che im Alter von 10 bis 16 Jah­ren waren be­tei­ligt.

Gegen 14 Uhr wurde es auf dem Fir­men­ge­län­de der Edel­stein­ma­nu­fak­tur Herbst Ste­phan plötz­lich laut. Zahl­rei­che Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge mit Blau­licht und Si­re­ne rausch­ten heran.

Übungs­sze­na­rio: Ge­bäu­de­brand

In gro­ßer Eile klet­ter­ten uni­for­mier­te Mäd­chen und Jungs aus den Ein­satz­fahr­zeu­gen und mach­ten sich so­gleich ans Werk. „Ge­bäu­de­voll­brand“, lau­te­te das Übungs­sze­na­rio für die Feu­er­wehr­nach­wuchs­kräf­te, die mit mas­sig Ma­te­ri­al an­ge­rückt waren. Den Ver­kehr si­chern, Schläu­che aus­rol­len, An­schlüs­se legen und die Lösch­trupps for­mie­ren: Das kurz­zei­ti­ge Kud­del­mud­del zu Be­ginn ging rasch in eine über­schau­ba­re Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur über. Vor den Augen von El­tern und Spa­zier­gän­gern gin­gen die Jung­kräf­te aus Baum­hol­der, Ber­sch­wei­ler, Berg­lan­gen­bach, Frau­en­berg, Rei­chen­bach und Rück­wei­ler ziel­stre­big ihren Auf­ga­ben nach.

Zwei Ein­satz­ab­schnit­te mit zwei Was­ser­ent­nah­me­stel­len in der Nahe wur­den auf dem gro­ßräu­mi­gen Ge­län­de ge­bil­det. Nicht nur die Rou­ti­ne­hand­grif­fe wur­den dabei auf die Probe ge­stellt. „Be­son­de­res Au­gen­merk haben wir bei der Übung auf die Ko­or­di­na­ti­on und Ab­spra­chen der Ju­gend­li­chen un­ter­ein­an­der ge­legt“, er­läu­tert Wehr­lei­ter Braun. Bei grö­ße­ren Ein­sät­zen seien diese un­er­läss­lich. Nach we­ni­gen Mi­nu­ten kam schon das Kom­man­do: „Ma­schi­nist, Was­ser marsch!“

Team­ar­beit zähl­te be­son­ders

Auch an den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­läu­fen der Ju­gend­li­chen gab es nichts zu be­män­geln. Ver­ständ­lich und ohne Scheu ver­stän­dig­ten sich die ver­schie­de­nen Ein­satz­trupps. Ent­schlos­sen rück­ten die Nach­wuchs­kräf­te an­schlie­ßend an den Trag­kraftsprit­zen vor. Auch wenn hier oder da mit der Sprit­ze zwi­schen­zeit­lich auch mal ge­flachst wurde, mach­ten die Jun­gen seine Sache sou­ve­rän.

„Auf die Team­ar­beit legen wir bei der Aus­bil­dung gro­ßen Wert. Im Ernst­fall funk­tio­niert es auch nur ge­mein­sam“, weiß Braun, der mit der Leis­tung der Ju­gend­li­chen sehr zu­frie­den war. Lob gab es bei der an­schlie­ßen­den Ma­nö­ver­kri­tik im Ge­rä­te­haus Frau­en­berg auch von Axel Mül­ler, dem kom­mis­sa­ri­schen VG-Ju­gend­wart: „Die Ju­gend­li­chen der ver­schie­de­nen Weh­ren haben un­ter­ein­an­der sehr gut zu­sam­men­ge­ar­bei­tet und ihre Auf­ga­ben ex­trem gut be­wäl­tigt. Un­se­re Ju­gend­war­te leis­ten hier eine sehr gute Ar­beit, und ich denke, unser Nach­wuchs für die Ak­ti­ven ist für die Zu­kunft ge­si­chert.“ Be­droht sei hin­ge­gen der Be­stand der Weh­ren, die keine Nach­wuchs­ar­beit leis­ten, hielt Mül­ler fest.

Für die Jung­kräf­te bei der Ab­schluss­übung gab es zur Be­loh­nung hin­ter­her Grill­würst­chen und Ge­trän­ke. Au­ßer­dem ver­teil­te Rai­ner Lang vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band Ti­ckets für die Som­mer­ro­del­bahn am Er­beskopf.

Im Rhein­land-Pfalz nah­men dem Land zu­fol­ge ins­ge­samt mehr als 5000 Ein­satz­kräf­te von Feu­er­weh­ren, Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Fach­be­hör­den und wei­te­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen des Brand- und Ka­ta­stro­phen­schut­zes an etwa 100 Ein­zel­übun­gen im Rah­men des ers­ten lan­des­wei­ten Übungs­ta­ges für Brand- und Ka­ta­stro­phen­schutz teil.

Ban­ner mit der Auf­schrift „100 Jahre“ kre­iert 

Mittwoch, 24. September 2025, Nahe-Zeitung / Lokales

Von Ger­hard Mül­ler

Vor der Kindertagesstätte in Sonnenberg begann die Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehens. Foto: Reiner Dumm

100 Jahre Dorf­glo­cke und 50 Jahre Kin­der­gar­ten in Son­nen­berg-Win­nen­berg ge­fei­ert 

Son­nen­berg-Win­nen­berg. Zwei Tage lang fei­er­ten die Bür­ger von Son­nen­berg-Win­nen­berg gleich zwei Ju­bi­lä­en. Zum einen wurde vor genau 100 Jah­ren die Dorf­glo­cke am Glo­cken­turm in­stal­liert und zwei­tens fei­er­te der Kin­der­gar­ten in Son­nen­berg sein 50-jäh­ri­ges Be­stehen. Schon am Sams­tag hatte die Kin­der­ta­ges­stät­te im Orts­teil Son­nen­berg näm­lich in ihr Ge­bäu­de ein­ge­la­den.

Fünf Spiel­sta­tio­nen auf­ge­baut

Ver­bands­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Mat­thi­as König, selbst ein Kind des Son­nen­ber­ger Kin­der­gar­tens, er­in­ner­te in sei­ner An­spra­che auf den frü­he­ren Ver­wen­dungs­zweck des heu­ti­gen Kin­der­gar­tens. Denn bis zur Er­öff­nung der Grund­schu­le in Nie­der­brom­bach im Jahre 1975 war in die­sem Ge­bäu­de die da­ma­li­ge Dorf­schu­le un­ter­ge­bracht.

1975, somit genau vor 50 Jah­ren wurde die heu­ti­ge Kin­der­ta­ges­stät­te für die Kin­der von Ober­brom­bach, Son­nen­berg-Win­nen­berg und Frau­en­berg ein­ge­rich­tet. Auch für die Kin­der in Kron­wei­ler, die heute den Kin­der­gar­ten in Nie­der­brom­bach be­su­chen, war der Son­nen­ber­ger Kin­der­gar­ten ei­ni­ge Jahre zu­stän­dig. Von der Lei­te­rin der Ki­ta­ta­ges­stät­te, San­dra Rup­pen­thal, war zu er­fah­ren, dass der­zeit 37 Kin­der in der Ta­ges­stät­te be­treut wer­den. Sie sieht die An­zahl der Kin­der als sehr gut hand­hab­bar an. In der Kita hat­ten die Kin­der mit ihren Er­zie­he­rin­nen fünf Spiel­sta­tio­nen auf­ge­baut, an denen sich die Kin­der aus­to­ben konn­ten. Als klei­ne Über­ra­schung waren im Ne­ben­raum Fotos von allen Ki­ta­grup­pen aus­ge­stellt, die in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren den Kin­der­gar­ten be­sucht hat­ten. So konn­te sich auch Bir­ken­felds Ver­bands­bür­ger­meis­ter Mat­thi­as König auf einem der äl­te­ren Fotos wie­der­fin­den.

Orts­bür­ger­meis­ter Frank Rob­bert wies in sei­ner An­spra­che dar­auf hin, dass er die Kin­der­ta­ges­stät­te wei­ter in die Dorf­ge­mein­schaft in­te­grie­ren möch­te. Mit dem Auf­stel­len des Weih­nachts­baums und dem Bas­teln der Glo­cke habe man be­reits erste Schrit­te er­folg­reich voll­zo­gen. Am frü­hen Nach­mit­tag schob sich der klei­ne Fest­zug von der Kin­der­ta­ges­stät­te zum Glo­cken­turm.

Auf einem Bol­ler­wa­gen war die von den Bas­tel­frau­en nach­ge­bau­te, klei­ne Glo­cke in einem, von den Kin­dern kre­iertem Ban­ner mit den Hän­de­ab­drü­cken der Ki­ta­kin­der und der Auf­schrift 100 Jahre ein­packt. Das Ein­tref­fen des Tros­ses auf dem Fest­platz wurde durch das Läu­ten der 100 Jahre alten Glo­cke be­glei­tet. So konn­te an die vor 100 Jah­ren durch­ge­führ­te Ak­ti­on, als die Glo­cke in Kron­wei­ler mit einem Pfer­de­fuhr­werk ab­ge­holt und von den da­ma­li­gen Schü­lern be­glei­tet wurde, in ver­kürz­ter Form nach­ge­stellt wer­den.

Sonn­tag spielt das Wet­ter nicht mit

Am Dorf­platz fand die ge­bas­tel­te Glo­cke im Glo­cken­turm ihren Platz un­ter­halb der ech­ten Glo­cke. Be­glei­tet wurde die Ze­re­mo­nie mit dem, von den Kin­dern ge­sun­ge­nen Lied „Bru­der Jakob”. In einer kur­zen An­spra­che wür­dig­te Mat­thi­as König das gute Zu­sam­men­spiel zwi­schen Kin­der­gar­ten, Orts­ge­mein­de, Bas­tel­abend und den ein­zel­nen Ver­ei­nen. Dank ihrer guten Or­ga­ni­sa­ti­on sei ein schö­nes Fest zu­stan­de ge­kom­men. Frank Rob­bert ging noch­mals auf die His­to­rie der 100 Jahre alten Glo­cke ein. Nach dem Schu­bi­dua-Tanz der Kin­der­gar­ten­kin­der war der of­fi­zi­el­le Teil der Dop­pel­fei­er be­en­det.

Bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren konn­ten die äl­te­ren Fest­be­su­cher den selbst ge­ba­cke­nen Ku­chen ge­nie­ßen, wäh­rend sich die Kin­der auf der Hüpf­burg und der an­schlie­ßen­den Kin­der­dis­co er­freu­ten. Da­nach sorg­te DJ Kai für un­ter­halt­sa­me Be­gleit­mu­sik. Bis in die spä­ten Nacht­stun­den herrsch­te Be­trieb im und um das Fest­zelt.

Am zwei­ten Fest­tag hat­ten Gäste und Ver­an­stal­ter einen Wet­ter­um­schwung zu ver­kraf­ten. Nass-kal­tes Re­gen­wet­ter sorg­te für einen mäßig be­such­ten Früh­schop­pen. Doch um die Mit­tags­zeit was das Fest­zelt wie­der gut ge­füllt und die 100 Por­tio­nen Gu­lasch­sup­pe waren schnell ver­kauft. Nach­mit­tags gab es Kaf­fee und Ku­chen und die Kin­der hat­ten die Ge­le­gen­heit, beim Eis­wa­gen was Süßes zu er­ha­schen. Da­nach ging die ein­ma­li­ge Kir­mes zu Ende. Trotz der Re­gen­schau­er am zwei­ten Fest­tag zog Orts­bür­ger­meis­ter Frank Rob­bert ein po­si­ti­ves Fazit. Er lobte die Zu­sam­men­ar­beit aller Ver­ei­ne mit dem Team der Kin­der­ta­ges­stät­te. Auch die Bas­tel­frau­en er­hiel­ten ein Lob für die Tisch­de­ko im Fest­zelt.

 

Seniorenfeier 2025 in Frauenberg

Seniorenfeier 2025 in Frauenberg

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren von Sonnenberg-Winnenberg und Frauenberg,

wir laden Sie herzlich zur gemeinsamen Seniorenfeier zwischen Sonnenberg-Winnenberg und Frauenberg ein:

Am Sonntag, den 12. Oktober 2025 um 14:00 Uhr In das Dorfgemeinschaftshaus Frauenberg.

Wir möchten mit Ihnen bei Kaffee und Kuchen sowie kleinen Snacks und Getränken einen gemütlichen und unterhaltsamen Nachmittag verbringen. Ein kleines Programm sorgt für Abwechslung – vor allem aber stehen das Miteinander und die Geselligkeit im Mittelpunkt.

Eingeladen sind alle Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 inkl. Partnerin bzw. Partner (auch wenn sie das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.)

Die persönlichen Einladungen erhalten Sie von Ihren Gemeinden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit besten Grüßen
Karl-Heinz Thom, Ortsbürgermeister

Westricher Rundschau, Ausgabe 37/2025, Seite 3

Frau­en­berg braucht Eich­amt fürs Füll­sel 

Dienstag, 9. September 2025, Nahe-Zeitung / Lokales

Frau­en­berg braucht Eich­amt fürs Füll­sel 

Von Ger­hard Mül­ler

Be­su­cher fei­ern die Lau­ret­ta-Kirb bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ten 

Frau­en­berg. Schon im drit­ten Jahr in Folge über­nahm der Erste Bei­ge­ord­ne­te der Orts­ge­mein­de Frau­en­berg, Achim Bech­tel, die Ver­tre­tung von Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Thom für den Fass­bier­an­stich, und somit war er für die of­fi­zi­el­le Kirmes­er­öff­nung zu­stän­dig. Bei so viel Rou­ti­ne war es kein Wun­der, dass Bech­tel dies rei­bungs­los hin­be­kam. Zur Tra­di­ti­on der Lau­ret­ta-Kirb ge­hört auch, dass der bunt ge­schmück­te Kir­mes­strauß am ers­ten Fest­tag am Gie­bel des Ge­mein­de­hau­ses von der Strau­ßju­gend an­ge­bracht wird.

Mu­si­ka­lisch sorg­ten die Huns­rück DJs für Kir­mes­stim­mung im Fest­zelt. Über­schau­bar war die Zahl der äl­te­ren Gäste, wäh­rend sich eine be­acht­li­che Schar an ju­gend­li­chen Fest­be­su­chern an der Shot-Bar, die erst­mals mit Cock­tails in Shot­glä­sern auf­war­te­te, er­freu­te. Bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den fei­er­ten die Frau­en­ber­ger mit ihren Gäs­ten den ers­ten Kir­mes­tag.

Bei strah­len­dem Son­nen­schein be­gann der Fest­sonn­tag mit einem Früh­schop­pen. Zu ver­bil­lig­ten Prei­sen fürs Bier waren zur Mit­tags­zeit alle Plät­ze im Fest­zelt be­setzt. Wie ge­wohnt sorg­ten dazu die Na­he­tal­mu­si­kan­ten für eine ge­pfleg­te Un­ter­hal­tung. Und dafür ern­te­ten sie mit ihren Bei­trä­gen auch viel Ap­plaus. Den ge­sam­ten Sams­tag war das „Klö­ße­team“ der Lau­ret­ta-Kirb damit be­schäf­tigt, dass am Kir­mess­onn­tag die 212 Vor­be­stel­lun­gen für die Gäste mit ge­füll­ten Klö­ßen und Ap­fel­mus aus­ge­lie­fert wer­den konn­ten.

Di­rekt nach dem Mit­tag­essen glos­sier­ten Pas­cal Schwarz, Nico Franz und Chris­to­pher Schin­kel, die sich auf­grund ihres Al­ters nicht mehr Strau­ßju­gend nen­nen wol­len, das Dorf­ge­sche­hen im ver­gan­ge­nen Jahr. Auch Orts­bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Thom bekam sein Fett weg, nach­dem er mit sei­nem neuen Elek­tro­au­to lie­gen ge­blie­ben war: „Un so kame die gol­de­ne Engel an­ge­flo­ge un honn dad Auto in die Werk­statt ge­scho­be“.

Und das „Klö­ße­team“ bekam den Rat, nach­dem beim Wie­gen des Füll­sels für die Klöße Ge­wichts­un­ter­schie­de von bis zu 300 Gramm auf­tra­ten, ein FFEA (Frau­en­ber­ger Fin­sel Eich­amt) zu grün­den. Be­rich­tet wurde auch von einem Rent­ner, der seine Mit­tags­pau­se in einer Hän­ge­mat­te such­te und dem die Katze des Nach­barn auf dem Bauch sprang: „Weil Rent­ner un Katz sinn nit grad zier­lich, girg­kst die Matte schon kon­ti­nu­ier­lich. Un so kam was komme musst, ihr wer­det es wisse, hat es die Hän­ge­matt in zwei Teile zer­ris­se“.

Da­nach er­freu­ten sich die Fest­be­su­cher an selbst ge­ba­cke­nem Ku­chen und Kaf­fee. Für die Klei­nen war die Hüpf­burg der West­ri­cher Na­he­tal­ge­mein­den auf­ge­baut, au­ßer­dem hatte sich das Kir­mes­team eine Reihe von be­son­de­ren Kin­der­spie­len aus­ge­dacht. Zum Ab­schluss der zwei­tä­gi­gen Kirb er­mit­tel­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren die Ge­win­ner einer Tom­bo­la, zu der an bei­den Tage Lose er­wor­ben wer­den konn­ten. In ent­spann­ter und ge­müt­li­cher Runde ge­nos­sen die Frau­en­ber­ger das spät­som­mer­li­che Wet­ter und er­freu­ten sich an einer ge­lun­ge­nen Kir­mes­ver­an­stal­tung.

Vor den Na­he­tal­mu­si­kan­ten for­mier­ten sich Chris­to­pher Schin­kel, Pas­cal Schwarz und Nico Franz (von links), die sich auf­grund ihres Al­ters nicht mehr Straußbu­we nen­nen möch­ten, um den dies­jäh­ri­gen Kir­mes­strauß vor­zu­tra­gen. Foto: Ger­hard Mül­ler

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