Samstag, 11. Dezember 2021, Nahe-Zeitung, Seite 21

Katze Heidi gibt gute Tipps

Von unserem Mitarbeiter Gerhard Müller

Die 20-jährige Alena Naab aus Frauenberg hält ihr 100 starkes Koch-Taschenbuch in die Kamera. Für Ende des Jahres hat sie bereits ihr zweites Buch angekündigt: Es wird ein Psychothriller. Foto: Gerhard Müller

Glutenfrei und vegetarisch für Kinder: Alena Naab aus Frauenberg hat ein Kochbuch veröffentlicht

Frauenberg. Alena Naab hat ein Kochbuch mit dem Titel „Glutenfrei und veganisch kochen und backen mit Katze Heidi“ geschrieben. Es ist seit wenigen Tagen käuflich zu erwerben. Die 20-jährige Frauenbergerin steckt zurzeit in einer Ausbildung zur Erzieherin. Und genau dort, im täglichen Umgang mit Kindern in Schulen in und Kitas, erhielt sie ihre Inspirationen. So entstand nach dem Motto von Maria Montessori „Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen“ dieses außergewöhnliche Buch.

Naab musste feststellen, dass immer mehr Kinder die Diagnose der Unverträglichkeit ausgestellt bekommen, die zeitweise sogar chronisch werden kann. Durch die Erinnerung an die eigene Kindheit, in der auch sie auf viel verzichten musste, kann sie sich gut in die Kinder hineinversetzen. Zunächst listete sie auf, was Kinder gern mögen; danach richteten sich die Rezepte. Schließlich sollen die Vorlieben und Wünsche der Kinder getroffen werden. Zusätzlich bereitete die Autorin viele Mahlzeiten mit einer Koch- und Backgruppe während ihrer mittlerweile abgeschlossenen Ausbildung im pädagogischen Bereich zu.

So entstand ein Buch mit glutenfreien und vegetarischen Rezepten. Fast alle sind ohne Nüsse, manche sind vegan und laktosefrei, bei anderen ist eine Abwandlung in vegane nuss- und laktose- freie Alternativen leicht möglich. Die meisten Rezepte wurden mit Kindergartenkindern, Schulkindern und Kindern im privaten Umfeld erprobt. Die junge Autorin legt Wert darauf, dass alle Rezepte entsprechend auch umwandelbar sind.

Die Rezepte sind so ausgesucht, dass schon die Kleinsten mithelfen können, indem sie sich beim Ausräumen der Einkaufstaschen, beim Abwaschen von Obst und Gemüse oder beim Zerkleinern einer Banane einbringen. Aber auch Jugendgruppen und pädagogische Fachkräfte werden in dem 100 Seiten umfassende Taschenbuch viele Rezepte finden, die sie mit Kindern kochen und backen können. Das Buch richtet sich nicht nur an Kinder und Eltern, sondern auch an Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten und auf der Suche nach Rezepten sind, die sie für und mit Kindern mit unterschiedlichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten zubereiten können.

Eine originelle Idee: Die Koch- und Backkatze Heidi gibt Tipps und begleitet die interessierten Leser mit kleinen Bastelideen und lässt so die Verschnaufpausen kreativ werden. Ziel des Buches ist es, Freude zu bereiten. Niemand sollte sich ausgeschlossen fühlen, egal, ob mit oder ohne Unverträglichkeit. Das Taschenbuchformat wurde bewusst gewählt, damit man es überall mitnehmen kann.

Die 95 Seiten mit Rezepten sind mit fünf Seiten Bastelideen angereichert. Mehr als 100 Fotos wurden von der Autorin selbst gefertigt und zu den einzelnen Rezepten platziert. Das Kochbuch, das sich auch gut als Weihnachtsgeschenk eignet, kann auf Amazon oder im Epubli-Buchshop unter der ISBN-Nummer 3754169270 zum Preis von 24,99 Euro erworben werden. Da jedes Buch einzeln gedruckt wird, muss eine Versandzeit von sieben bis zehn Tagen einberechnet werden.

Für die erwachsenen Leser wird voraussichtlich noch in diesem Jahr ein Psychothriller erscheinen, den Alena Naab ebenfalls geschrieben hat. „Blute des Selbst, Blitz der Zeit“, heißt dieses Werk der Frauenbergerin, in dem es um eine Freundschaft mit zerstörerischen Kräften geht.

Dienstag, 07. Dezember 2021, Nahe-Zeitung, Seite 16

Jugendraum: Übergang läuft problemlos

Von unserem Mitarbeiter Gerhard Müller

Im Gemeindehaus finden nicht nur Veranstaltungen und Sitzungen statt, es bietet auch der Kirchengemeinde, dem Verkehrs- und Verschönerungsverein ein Domizil. Der Jugendraum ist ebenfalls dort beheimatet. Foto: Gerhard Müller

Viele Themen bei Ratssitzung erörtert

Frauenberg. In der jüngsten Frauenberger Ratssitzung stellte sich der neu gewählte Ortsbürgermeister von Sonnenberg-Winnenberg, Frank Robbert, dem Gemeinderat vor. Beide Ortsbürgermeister versuchen, die gute Zusammenarbeit zu vertiefen und auch gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren. Als erste gemeinsame Aktion wollen die beiden Ortsbürgermeister einen Impfbus, für den noch kein Termin festgelegt werden konnte, nach Frauenberg holen. Im weiteren Verlauf der Sitzung nutzte Ortsbürgermeister Patrick Kielburger die Gelegenheit, eine Zwischenbilanz zu seiner Halbzeit als Ortsbürgermeister zu ziehen, und streifte alle im Rat zur Sprache gekommenen Themen. Dabei sei der Rat stets bemüht gewesen, mit gezielten Maßnahmen und ohne Mehrkosten die Gemeinde nach voranzubringen. Bei einer VG-Umlage von 37,1 Prozent und einer Kreisumlage von 44,3 Prozent sind schon insgesamt 81,1 Prozent der zur Verfügung stehenden Schlüsselzuweisungen gebunden. Die Umlage habe sich zwar insgesamt etwas verringert, dennoch seien mehr Fixkosten für den Kindergarten, geschätzte 12 000 Euro, aufzubringen.

Und dann drückt die Frauenberger noch ein Schuldenberg von rund 450 000 Euro, für den 2023 eine Umschuldung ansteht. Bis dahin laufen die Schulden noch tilgungsfrei. Danach wird die Ortsgemeinde noch viele Jahre zurückzahlen. Dabei könnte die Entscheidung, den Verkauf der restlichen Bauplätze „Am Eichenrech“ in die Hand eines Maklers zu legen, durchaus Geld in die Kasse spülen. Allerdings ist bis jetzt noch kein Haus verkauft. Das Geld, das durch die vom Haupt- und Finanzausschuss ausgearbeitete Preisrichtlinie für Neuverpachtungen in die Kasse gelangt, ist dagegen nur Kleingeld. Nachdem Frauenberg nachweisen konnte, dass die für die Ortsgemeinde ausgewiesene Überversorgung in Sachen Internetversorgung nicht stimmte, hat sich in der in vergangenen Jahren viel getan. Nach der Aufnahme ins Clusterprogramm begann in diesem Jahr der Glasfaserausbau. Die Herausforderung im Tiefbau konnte zur Zufriedenheit der Gemeindevertretung gestemmt werden. Nun hofft man auf einen zügigen Anschluss. Die Nahebrücke der K 12, die Frauenberg und Sonneberg miteinander verbindet, ist in einem maroden Zustand. Seitens des LBM wurde der April als Planungsbeginn in Aussicht gestellt. Kielburger weist darauf hin, dass es bei der Durchführung der einzigen Verbindungsstraße der beiden Orte zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen kann. Wenn der neue Fahrplan im ÖPNV im August 2022 greift, rechnet Kielburger mit einer deutlichen Verbesserung. Vorausgesetzt einer erforderlichen Parkdisziplin, wird die Bushaltestelle in der Ortslage wesentlich öfter angefahren als bisher. Die Umstellung der 58 Straßenleuchten auf die wesentlich billigeren LED-Leuchten wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Bisher wurden zwei umgefahrene Leuchten ausgetauscht, und bei fünf Leuchten, bei denen nicht der komplette Lampenkopf gewechselt werden muss, ist der Austausch beauftragt. Alle anderen Lampen sollen erst ersetzt werden, wenn es wirtschaftlich erscheint.

Sabine Geisler hat unter dem Dach der Volkshochschule eine Seniorentanzgruppe ins Leben gerufen. Im nächsten Jahr, wenn es die Pandemie wieder zulässt, möchten sich die Teilnehmer regelmäßig donnerstags im Gemeindehaus treffen. Auf Initiative einer Privatperson, die auch das Holz stellte und den Zaun errichtete, wurde ein Holzzaun um den Spielplatz im oberen Forst in Richtung Straße aufgestellt. An den Kosten für die Lieferung des durch die Westricher Nahetalgemeinden bestellten Backes beteiligt sich die Gemeinde.

Stolz ist der Ortsbürgermeister darauf, dass der Übergang im Jugendraum auf die nächste Generation problemlos funktioniert. Das Gemeindehaus ist nicht nur die Heimat des Jugendraumes, auch die Kirchengemeinde und der Verkehrs- und Verschönerungsverein sind dort beheimatet. Die ins Auge gefasste Digitalisierung der Heizkörper im Gemeindehaus wird nicht durchgeführt, da dies vom Ortsgemeinderat für nicht wirtschaftlich erachtet wird.

Nachbarn dürfen zur Selbsthilfe greifen

Mittwoch, 24. November 2021, Nahe-Zeitung, Seite 16

Nachbarn dürfen zur Selbsthilfe greifen

Schon die Zapfen einer Schwarzkiefer können unter Nachbarn einen Streit auslösen, wenn sie in den falschen Garten fallen. Foto: dpa

Bei Streit um Äste und Wurzeln gibt es strenge Regeln

Kreis Birkenfeld. Der Baum, die Hecke oder der Strauch an der Grundstücksgrenze sind Klassiker unter den Gründen für Zoff unter Nachbarn. Besonders erbittert wird erfahrungsgemäß dann gestritten, wenn Äste über den Gartenzaun ragen oder sich Wurzeln über die Grenze ausdehnen. Müssen Eigentümer solche Beeinträchtigungen von nebenan hinnehmen? Oder dürfen sie selbst zur Schere greifen? Und was ist, wenn das den Baum gefährdet? Diese Fragen beschäftigen auch die Experten des Eigentümerverbands Haus und Grund Rheinland-Pfalz immer wieder. Spannende Antworten liefern nun zwei aktuelle Entscheidungen, auf die der Verband hinweist: ein grundsätzliches Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 2021 (Aktenzeichen V ZR 234/19) und ein daran angelehntes Urteil des Landgerichts Frankenthal vom 11. August (Aktenzeichen 2 S 132/20).

Betroffene Nachbarn dürfen grundsätzlich zur Tat schreiten

Die wichtigste Nachricht vorweg: Wer durch Äste und Wurzeln vom Nachbargrundstück beeinträchtigt wird, darf im Rahmen der Selbsthilfe tätig werden. „Das gilt nach der jüngsten BGH-Entscheidung sogar dann, wenn das Abschneiden die Standfestigkeit oder sogar das Überleben des Baums oder Strauchs gefährdet“, erläutert Ralf Schönfeld. Der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz betont allerdings, dass das Recht nur dann gewährt ist, wenn einige Grundvoraussetzungen erfüllt sind.

Das Recht zur Selbsthilfe setzt voraus, dass die herüberwachsenden Äste und Wurzeln die Benutzung des Nachbargrundstücks objektiv feststellbar beeinträchtigen. Diese liegen etwa vor, wenn Äste die Auffahrt zur Garage verengen oder Spielgeräte wie eine Schaukel in ihrer Funktionsträchtigkeit eingeschränkt werden. Dabei bedarf es nicht unbedingt einer direkten Beeinträchtigung durch die Äste selbst – auch herabfallendes Laub oder Zapfen können bereits genügen. Der betroffene Nachbar muss dem Eigentümer des Baums oder Strauchs eine angemessene Frist zur Beseitigung gesetzt hat und diese erfolglos abgelaufen sein. Was „angemessen“ ist, richtet sich auch nach gärtnerischen und naturschutzrechtlichen Belangen, etwa dem Rückschnittverbot während der Brutzeiten.

Der Rückschnitt darf zudem maximal bis zur Grundstücksgrenze erfolgen. Zudem darf das Abschneiden keinen Verstoß gegen Vorgaben des Naturschutzes wie Baumschutzsatzungen darstellen. Gilt ein entsprechendes Verbot und keine Möglichkeit zur Befreiung oder Ausnahme, dann ist das Selbsthilferecht ausgeschlossen.

Störende Wurzeln führten zum Rechtsstreit

Gegenstand des BGH-Entscheids waren die bereits abgeschnittenen Äste einer 40 Jahre alten und 15 Meter hohen Schwarzkiefer. Das Frankenthaler Landgericht musste sich mit den störenden Wurzeln einer Fichte an einer Grundstücksgrenze in Grünstadt beschäftigen. Der Nachbar wollte die Erlaubnis zur Beseitigung, weil ihn die Wurzeln beim Mähen seines Rasens stören. Die Eigentümer des Baums führten ins Feld, dass dies zum Tod der Fichte führen würde.

„Die Richter beriefen sich bei ihrem mittlerweile rechtskräftigen Urteil auf den Bundesgerichtshof und dessen Festlegung, dass die Frage der Gefährdung des jeweiligen Baums nicht von Belang ist“, so Schönfeld. Das begründeten beide Gerichte damit, dass das Selbsthilferecht eine einfache Hilfe bieten und darum nicht auf Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit geprüft werden soll. Also entschied das Gericht, dass die Eigentümer die Beseitigung der Wurzeln dulden müssen – allerdings nur für Wurzeln, die den Nachbarn tatsächlich beeinträchtigen.

Friedliche Einigung sollte zumindest versucht werden

Bevor ein solcher Streit vor Gericht landet, rät Schönfeld allen Beteiligten dazu, eine friedliche Einigung zumindest zu versuchen. „Das geht meist schneller als der Weg über Anwälte und Gerichte. Es spart zudem im Zweifel viel Geld und ist vor allem besser für das künftige Miteinander.“ Baumeigentümer sollten zudem wissen, dass eine solche Selbsthilfe der Nachbarn überhaupt nur erforderlich werden kann, wenn der Eigentümer zuvor seiner Verantwortung nicht gerecht geworden ist. Sie besteht darin, Äste und Zweige gar nicht erst über die Grenzen des Grundstücks hinauswachsen zu lassen. Andererseits ermahnt Schönfeld Nachbarn zu etwas Nachsicht: Nicht jeder kleine Überhang müsse gleich in einen Rechtsstreit münden. Zumal die Frage bleibt, ob dies bereits die verlangte objektive Beeinträchtigung darstellt.

Ampeln ärgern Autofahrer auf L 176

Dienstag, 23. November 2021, Nahe-Zeitung, Seite 15

Ampeln ärgern Autofahrer auf L 176

Mit Hochdruck wird die Wasserleitung in der Bahnhofsstraße in Frauenberg verlegt, damit die Anlieger die Straße wieder benutzen können und die Ampel auf der L 176 entfernt werden kann. Foto: Gerhard Müller

Leitung für die Trinkwasserversorgung wird verlegt

Frauenberg/Reichenbach. Autofahrer, die auf der L 176 in Richtung Baumholder unterwegs sind, müssen zurzeit Geduld mitbringen. Auf dem kurzen Stück zwischen Reichenbach und Frauenberg sind gleich zwei Lichtzeichenanlagen aufgebaut. Der Grund für die Ampeln, die vor und hinter der Einfahrt zum Hundeplatz stehen, ist nicht sofort erkennbar.

Um die amerikanische Housing in Baumholder an die Trinkwasserversorgung aus der Steinbachtalsperre anzuschließen, wird gegenwärtig eine Wasserleitung von Idar-Oberstein aus über den Radweg zwischen Hammerstein und Frauenberg bis zur im Bau befindlichen Druckerhöhungsstation bei Reichenbach verlegt.

Nachdem die Wasserleitung bereits unter der Straße nach Sonnenberg verlegt ist und auch die Nahe passiert wurde, steht nun die Überquerung der Bahnhofsstraße an. Um diese Arbeiten in offener Bauweise durchführen zu können, musste die Straße voll gesperrt werden. Dies hat zur Folge, dass die Anlieger, Arbeitnehmer der Firma Stephan und auch Besucher der Klubheime des FC Lauretta und des Anglervereins nur über die ausgeschilderte Umleitung über den Hundeplatz ihr Ziel erreichen.

Da aber auf der L 176 starker Verkehr herrscht und der verantwortliche Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine Gefahrenstelle in der lang gezogenen Kurve, insbesondere für Linksabbieger vom Hundeplatz, vermeiden wollte, wurde dort eine Ampel installiert. Aber es gibt Hoffnung: Die ausführende Baufirma geht davon aus, dass die Arbeiten in Frauenberg in dieser Woche abgeschlossen werden können. Wenn die Bahnhofstraße wieder befahrbar ist, soll auch die Ampelanlage wieder abgebaut werden. Die Wasserleitung wird weiter entlang des Burgwegs in Richtung Frauenburg getrieben, um dann links der L 176 unterhalb von Reichenbach an die Druckerhöhungsstation angeschlossen zu werden.

Frauenbergs Bürgermeister Patrick Kielburger appelliert an alle Autofahrer und bittet diese, die ausgeschilderten Umleitungswege zu nutzen und langsam zu fahren. Schließlich kreuzt auch der Radweg die ausgeschilderte Strecke.

Die Begründung für die zweite Ampelschaltung ist einfacher: Zwischen Reichenbach und Frauenberg werden derzeit die Leitplanken ausgetauscht. gmü

Baugrube stürzt ein

Donnerstag, 18. November 2021, Nahe-Zeitung, Seite 15

Baugrube stürzt ein

Bei einem Arbeitsunfall in einer Baugrube des Wasserzweckverbands im Nahetal bei Frauenberg wurde am Dienstag ein Arbeiter verletzt. Foto: Hosser

Arbeiter auf Baustelle des Wasserzweckverbands wird leicht verletzt

Frauenberg. Schreck auf der Baustelle des Wasserzweckverbands Birkenfeld bei Frauenberg: Glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitt ein Bauarbeiter, der am Dienstag bei Schweißarbeiten in einer etwa vier Meter tiefen Baugrube verschüttet worden war. Der Mann konnte sich aus eigener Kraft befreien und wurde im Anschluss durch die Feuerwehr geborgen, wie die Polizei berichtet. Er wurde mit Verletzungen an Kopf und Knie ins Krankenhaus gebracht. Polizei, Feuerwehr und Berufsgenossenschaft waren im Einsatz.

Wenn ein ausgehöhlter Baumstamm zu einem Wassertrog wird

Samstag, 16. Oktober 2021, Nahe-Zeitung, Seite 15

Wenn ein ausgehöhlter Baumstamm zu einem Wassertrog wird

Die Woche im Rückspiegel

… notiert von der Wäschfrau

Wie man einen Naturbrunnen herstellt, konnte man kürzlich in Frauenberg sehen.

Naturbrunnen kreiert

Die Ehrenamtlichen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Frauenberg bauten einen Naturbrunnen Foto: Gerhard Müller

In acht Arbeitseinsätzen stellten die freiwilligen Helfer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Frauenberg einen neuen Naturbrunnen für den Rastplatz Rinzendell her. Aus dem vom Bundesforst für Verfügung gestellten Akazienholz bauten die Vereinsmitglieder einen Wassertrog mit entsprechendem Brunnenzulauf. Das Wasser fließt im Kupferrohr durch den Baumstamm in den ausgehöhlten zweiten Baumstamm. gmü

Geländer der Brücke ist marode

Donnerstag, 14. Oktober 2021, Nahe-Zeitung, Seite 15

Geländer der Brücke ist marode

Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Patrick Kielburger sah sich Joe Weingarten in Frauenberg um. Foto: Gerhard Müller

Joe Weingarten sah sich in Frauenberg um

 

Frauenberg. Ortsbürgermeister Patrick Kielburger konnte kürzlich MdB Joe Weingarten in Frauenberg begrüßen und ihm zwei Projekte vorstellen, die den Frauenbergern schon seit Jahren unter den Nägeln brennen. Zum einen ging es um die Nahebrücke an der Talbach. Das Geländer der Brücke, das zur K 12 gehört, ist in einem maroden Zustand und müsste dringend saniert werden. Abgeplatzte Farbe und verrostete Eisen, teilweise sind sogar durchgerostete Eisenträger erkennbar. Weingarten zeigte sich sehr interessiert und versprach, sich für eine baldige Sanierung einzusetzen.

Auch bei dem zweiten Projekt – Kielburger führte Weingarten zu einem kleinen Erdrutsch – sah der Gast aus Berlin Handlungsbedarf. Verursacht wird der Erdrutsch durch ein Auslaufrohr, das sich auf der Brücke, die sich oberhalb der Abzweigung nach Frauenberg befindet. Normalerweise wird bei Brücken das Regenwasser über Rohre gezielt auf den Boden geleitet, bei dieser Brücke wurde auf ein Rohrsystem verzichtet. So strömt das Wasser bei starkem Regen durch ein Fallrohr über 30 Meter direkt auf den Boden.

Der Erdrutsch ist mit den Jahren so groß geworden, dass die Stelle mit einem Traktor nicht mehr passiert werden kann. Mit dem Traktor werden vom Verkehrs- und Verschönerungsverein die Mäharbeiten rund um die Burg verrichtet. Zum Abschluss der Tour ließ sich Weingarten noch auf die Frauenburg führen. gmü

Gartenlaube abgebrannt: Wohl kein technischer Defekt

Freitag, 27. August 2021, Nahe-Zeitung, Seite 18

Gartenlaube abgebrannt: Wohl kein technischer Defekt

Frauenberg. Eine Gartenlaube in der Frauenberger Hauptstraße ist in der Nacht auf Donnerstag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Hinweise auf einen technischen Defekt liegen momentan nicht vor. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Die Ermittlungen sind angelaufen. Die Feuerwehren aus Frauenberg, Reichenbach, Sonnenberg-Winnenberg, Niederbrombach, Oberbrombach und Baumholder waren im Einsatz. Wer Hinweise geben kann beziehungsweise Auffälligkeiten in der Brandnacht festgestellt hat, der kann sich an die Polizeiinspektion Baumholder unter der Telefonnummer 06783/9910 oder die Kriminalinspektion Idar-Oberstein unter der Nummer 06781/5610 wenden.

Foto: Hosser

Montag, 23. August 2021, Nahe-Zeitung, Seite 19

Vandalismus an der Frauenburg

Torriegel abgebrochen

Frauenberg. Bisher unbekannte Täter haben zwischen Donnerstag, 12. August, und Donnerstag 19. August, an der Frauenburg das Eingangstor beschädigt. Laut Polizei brachen sie einen Teil des Riegels, der am Eingangstor angebracht ist, ab. Jedoch konnten sie das Tor nicht öffnen. Es entstand Schaden in Höhe von etwa 100 Euro. Um Hinweise bittet die Polizeiinspektion Baumholder unter der Telefonnummer 06783/9910.

Radweg bald befahrbar

Mittwoch, 11. August 2021, Nahe-Zeitung, Seite 17

Radweg bald befahrbar

Gegenwärtig wird die Verlegung der Wasserleitung neben dem Radweg durch die angrenzenden Wiesen vorangetrieben. Foto: Gerhard Müller

Provisorium ist bis Ende August fertiggestellt

Frauenberg. Die marode Wasserleitung, die vom Idar-Obersteiner Rilchenberg bis nach Baumholder führt, wird durch ein neues Leitungssystem mit einem größeren Querschnitt ersetzt. Mit der neuen Leitung werden auch die US-Liegenschaften an das öffentliche Versorgungsnetz des Kreises Birkenfeld angeschlossen. Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten an der Steinbachtalsperre werden die Amerikaner ab Frühjahr 2023 auch von dort mit Brauch- und Trinkwasser versorgt.

Da sich die Wasserleitung teilweise unter dem Radweg von Hammerstein nach Frauenberg befindet, mussten circa. 1,2 Kilometer des Radweges aufgerissen werden. Auf der Strecke von der Radfahrerbrücke bei Hammerstein wurden die Leitungen bereits verlegt und die Aushebungen verfüllt. Laut Auskunft der ausführenden Baufirma wird bis Ende August diese Strecke noch gewalzt werden. Das bedeutet, dass der provisorische Radweg ab diesem Zeitpunkt zumindest mit robusten Fahrrädern auch wieder benutzt werden kann.

Die restlichen 800 Meter bis zum Hochbehälter an der Nahestraße zwischen Frauenberg und Sonnenberg werden derzeit in Angriff genommen. Von dort aus wird die Wasserleitung unter der Nahe hindurch in Richtung Frauenburg verlegt, um dann am Moosberg an die bereits vorhandene Leitung angeschlossen zu werden. Mit der eigentlichen Fertigstellung des Radweges in seiner ursprünglichen Form ist erst Ende des Jahres zu rechnen, wenn die Asphaltdecke aufgebracht wird. gmü

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